Anastazja und Sebastian Hüer
  • Anastazja und Sebastian Hüer vor ihrem gemeinsamen Laden in Eimsbüttel. Dort haben sie ihre Label „Kleine Wildnis“ und „Tyla Lato“ vereint.
  • Foto: Patrick Sun

Hamburger Lehrer hat ein ungewöhnliches Hobby

Kakteen, Sukkulenten, Trockenblumen, Ohrringe und Armbänder – diese ungewöhnliche Kombination gibt es mitten in Eimsbüttel im Laden von Anastazja und Sebastian Hüer. Das Ehepaar hat dort seine Label „Kleine Wildnis“ und „Tyla Lato“ vereint: Er bietet stachlige Schönheiten an, sie schimmerndes Gold.

Fotografin Anastazja (29) und Lehrer Sebastian Hüer (39) sind verheiratet, haben ein Kind – und seit einigen Monaten ein weiteres Baby: einen gemeinsamen Laden namens „Kleine Wildnis“. Wir haben eine Pro und Kontra-Liste erstellt, das Kontra hat übergewogen, sagt Sebastian Hüer zu MOPO. Ehefrau Anastazja ergänzt: Aber es fühlte sich richtig an und der Laden hat eine tiefe emotionale Bedeutung für uns.

„Kleine Wildnis“ und „Tyla Lato“
Anastazja und Sebastian Hüer haben einen gemeinsamen Laden für ihre Label „Kleine Wildnis“ und „Tyla Lato“ in Eimsbüttel.

Echte Handarbeit

Sebastian Hüer hatte schon immer eine Schwäche für Kakteen. Pflanzen mit Bindungsstörung nennt der Lehrer für Biologie, Deutsch, Sport und Gesellschaft die genügsamen Pflanzen, die mit wenig Wasser und Aufmerksamkeit zurecht kommen und trotzdem faszinierend schön sind.

Vor mehr als fünf Jahren fing er an, selbst Töpfe für Sukkulenten und Kakteen zu designen und herzustellen, sie erst auf Designmärkten, später auch online zu verkaufen. Inzwischen werden die Beton-Töpfe von Sebastians Vater in einer Werkstatt hergestellt, die Keramik-Töpfe von einer Freundin. Auch eine Auswahl an erstaunlich farbenfrohen Trockenblumen gibt es in der Kleinen Wildnis. Stolz erzählt der 39-Jährige, dass die Kleine Wildnis einer der einzigen Läden europaweit ist, der Trockenblumen zu stilvollen Kunstwerken bindet, die jahrelang halten – und so gar nichts gemeint haben mit den verstaubten Sträußen auf Omas Fensterbank.

Trockenblumen
Die gebundenen Trockenblumesträuße sind ein echtes Highlight im Laden und einzigartig in Europa.
Kakteen
Die Kakteen der „Kleinen Wildnis“ sind im eigenes hergestellten Topf ein schönes Geschenk.

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Anastazja Hüer arbeitet als Erzieherin und Fotografin, suchte während ihrer Schwangerschaft nach einer neuen Aufgabe. Eine Verbindung zu Schmuck hat die 29-Jährige schon immer: Ihre Mutter ist Schmuckdesignerin und Künstlerin. Am Familientisch kommt Mutter und Tochter dann die Idee, eine eigene Marke zu entwerfen. Tyla Latowird Ende Oktober 2020 gegründet. Der Labelname hat eine besondere Bedeutung: Tyla ist eine Verniedlichung des Namens ihrer Tochter. Lato ist polnisch für Sommer und spielt auf Anastazjas Wurzeln an. Als Materialien werden recyceltes Gold oder Silber aus Polen verwendet. Die Schmuckstücke sind von Pflanzen inspiriert, einige gar von den Kakteen und Sukkulenten von Ehemann Sebastian.

Schmuck
Der Schmuck von „Tyla Lato“ ist handgefertigt.

Der Weg zum eigenen Laden

Im Frühjahr 2021 gab es plötzlich die Möglichkeit, eine Ladenfläche im Weidenstieg 16 von einer Freundin zu übernehmen – ein echtes Herzensprojekt neben den regulären Jobs. Was ihre Leidenschaften verbindet? Ganz einfach: Kakteen, Trockenblumen und Schmuck sind allesamt Produkte, die lange Freunde bereiten.

Die Öffnungszeiten sind aktuell mittwochs: 10- 14 Uhr und 15:30 – 18 Uhr, donnerstags: 10 – 14 Uhr und samstags: 10-18 Uhr. Die Öffnungszeiten werden gegeben falls demnächst angepasst und sind auf der Instagram-Seite der „Kleinen Wildnis“ zu finden. Die Adresse des Ladens lautet: Weidenstieg 16, 20259 Hamburg. (jw)

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