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  • Eine Straße in Berlin (Symbolbild))
  • Foto: Imago

Millionen-Immobilie: Hamburger Ehepaar bringt Clan-Brüder in den Knast

Mit gefälschten Unterlagen sollte ein älteres Paar aus Hamburg dreist um eine Millionen-Immobile in Berlin gebracht werden – nun sind die vier Täter aus dem Clan Milleu rechtskräftig verurteilt.

Wie konnte das geschehen? Im Prozess hatten die Eheleute erklärt, sie seien 2020 durch eine Mitteilung ihrer Versicherung darauf aufmerksam geworden, dass sie angeblich nicht mehr Eigentümer der Immobilie seien. Sie hätten umgehend Widerspruch eingelegt.

Das Clan-Quartett hatte sich nach dem Urteil gezielt eine schuldenfreie Immobilie ausgesucht, die einem älteren und nicht in Berlin lebenden Ehepaar gehörte. Um ihren komplexen Plan umzusetzen, hätten sie 2019 eigens eine Firma gegründet, hieß es. Über diese seien dann der vermeintliche Verkauf der Immobilie abgewickelt worden. Später sei mit falschen Unterlagen eine Änderung im Grundbuch erreicht worden.

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Das Landgericht Berlin hatte die Männer vor einem Jahr zu Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb Jahren bis sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Die höchste Strafe erhielt dabei der Kaufmann. Lediglich der Rechtsanwalt hatte die Vorwürfe abgestritten.

Schaden beläuft sich auf mehr als 6 Millionen Euro

„Der in Leipzig ansässige 5. Strafsenat habe die Revisionen von zwei Brüdern aus dem Clan-Milieu, einem Kaufmann sowie einem Rechtsanwalt verworfen“, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch mit. Damit ist die Verurteilung der Männer wegen Urkundenfälschung, Betrugs und mittelbarer Falschbeurkundung zu mehrjährigen Haftstrafen rechtskräftig.

Laut Urteil ist den tatsächlichen Eigentümern durch den Verlust ihrer Rechte an der Immobilie ein Schaden von mindestens sechs Millionen Euro entstanden. Erst nach einem monatelangen Rechtsstreit seien die Eheleute im April 2021 wieder als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen worden, hieß es. (dpa/mp)

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