Mit der Isolation in den eigenen vier Wänden ist es nun vorbei - zumindest in einigen Bundesländern. (Symbolbild)
  • Niedersachsen will die Corona-Isolationspflicht verlängern – anders als vier andere Bundesländer. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Erste Länder schaffen Corona-Isolationspflicht ab – das sagt Hamburg

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein haben angekündigt, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte abzuschaffen. Und wie reagiert Hamburg? Die Gesundheitsbehörde der Hansestadt hat dazu eine klare Meinung.

„Die bestehenden Isolationsregeln beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und daraus abgeleiteten Empfehlungen des Robert Koch-Institutes”, sagt Behörden-Sprecher Martin Helfrich. Sollte sich die Erkenntnislage und wissenschaftliche Einschätzung ändern, werde Hamburg auch künftig den diesbezüglichen Empfehlungen folgen.

Hamburg kritisiert „uneinheitliche Änderung”

„Aus unserer Sicht ist es dabei schon aus Gründen der Nachvollziehbarkeit und Durchsetzbarkeit geboten, eine bundeseinheitliche Regelung zu treffen”, so Helfrich. „Eine uneinheitliche Änderung nun zu Beginn der Atemwegserkrankungs-Saison, die womöglich im Verlauf des Winters angesichts hoher genereller Krankenstände wieder zurückgenommen werden müsste, scheint uns hingegen nicht zweckdienlich.”

An Stelle der fünftägigen Isolationspflicht wollen Schleswig-Holstein und die anderen drei Bundesländer „angepasst verpflichtende Schutzmaßnahmen wie eine begrenzte Maskenpflicht positiv getesteter Personen sowie dringende Empfehlungen einführen”.

Aufhebung der Isolationspflicht: Pandemie wird Endemie

Man befinde sich am Übergang zu einer Endemie, hieß es. Neue Regelungen in den genannten Bundesländern sollen zeitnah in Kraft treten. Die Details würden derzeit ausgearbeitet. Die vier Länder berufen sich bei ihrem Vorgehen auf Erfahrungen aus Nachbarländern wie Österreich, wo es seit Sommer 2022 „absonderungsersetzende” Schutzmaßnahmen gebe.

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Als weitere Gründe werden zurückgehende Infektionszahlen, eine wirksame Schutzimpfung sowie eine Basisimmunität innerhalb der Bevölkerung von mehr als 90 Prozent genannt. Auch dass es in der Regel keine schweren Krankheitsverläufe sowie wirksame antivirale Medikamente gibt, rechtfertigt aus Sicht der vier Länder diesen Schritt. (dpa/mp)

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