Pflegekraft schiebt ein Krankenbett durch den Krankenhausflur
  • In der Pflege herrscht akuter Personalnotstand – der Senat stellt nun einen Plan vor, wie das Problem gelöst werden soll. (Symbolfoto)
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Mehr Pflegebedürftige, weniger Pflegekräfte: So will Hamburg das Problem lösen

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist dramatisch – und die Zahl an Bedürftigen steigt. Der rot-grüne Senat hat nun einen Plan vorgestellt, wie das Problem gelöst werden soll. Und dabei sollen bestimmte Gruppen besonders unterstützt werden.

SPD und Grüne wollen mehr Pflegefachkräfte nach Hamburg locken und Wohn-Pflege-Gemeinschaften fördern. Darüber hinaus sollen die Anliegen von pflegebedürftigen Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderung oder aus der queeren Community stärker berücksichtigt werden, teilte die Grünen-Fraktion am Sonntag in Hamburg mit. Über einen entsprechenden rot-grünen Antrag werde die Hamburgische Bürgerschaft am 16. November abstimmen.

Hamburg: Grüne fordern Pflege-Angebot für spezifische Gruppen

„Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Hamburg steigt und wird auch in den nächsten Jahren immer weiter zunehmen“, sagte die SPD-Politikerin Sabine Jansen. „Deshalb ist es richtig, dass der Senat gemeinsam mit Pflegekassen, Pflegeanbietern und auch den Vertretungen der pflegenden Angehörigen einen ganzheitlichen Plan für die Pflege der Zukunft in unserer Stadt entwickelt.“ Nur so könnten allen Hamburgern leistungsstarke und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Pflegeangebote angeboten werden.

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„Bei der pflegerischen Rahmenplanung ist es uns wichtig, Angebote zu schaffen, in denen sich alle pflegebedürftigen Menschen wohlfühlen“, sagte die Grünen-Politikerin Christa Möller-Metzger. Menschen mit Behinderungen hätten zum Beispiel besondere Lebenserfahrungen, ältere Migrantinnen und Migranten mit Demenz verständen oft nur noch ihre Muttersprache. Außerdem solle deutlicher erkennbar sein, welche Einrichtungen im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt besonders fortschrittlich sind. (dpa/mp)

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