• Vereinzelte Besucher am 23. Dezember auf der Großen Freiheit. Für Hamburgs Clubs gilt seit der Nacht zu Heiligabend ein Tanzverbot, auch für die Gastro gibt es eine Sperrstunde.
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Härtere Corona-Regeln: Was seit Heiligabend in Hamburg gilt

In Hamburg sind an Heiligabend schärfere Corona-Regeln in Kraft getreten. Die neue Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats sieht unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene, eine Sperrstunde für die Gastronomie und ein Tanzverbot in Clubs und Diskotheken vor. Außerdem müssen Großveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Dies gilt unter 2G-Bedingungen – für Geimpfte und Genesene – im Freien und auch in Stadien allerdings erst ab 5000 Besuchern – in Innenräumen ab 2500.

Schon über die Weihnachtsfeiertage müssen damit auch Geimpfte und Genesene ihre privaten Zusammenkünfte auf maximal zehn Personen begrenzen. Unter 14-Jährige werden dabei allerdings nicht mitgezählt. Für Ungeimpfte gilt bereits eine strengere Regel: Sie dürfen nur mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts und höchstens zwei Mitgliedern eines weiteren Haushalts zusammentreffen.

Härtere Corona-Regeln in Hamburg: Gastro muss früher schließen

Restaurants, Bars und Kneipen müssen ab sofort um 23.00 Uhr schließen. Nur in der Silvesternacht dürfen sie ausnahmsweise bis 01.00 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Außerdem dürfen in der Gastronomie keine Stehtische mehr von Kunden genutzt werden. Das Tanzverbot kommt faktisch der Schließung von Clubs und Diskotheken gleich.


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Der Senat hatte die Maßnahmen bereits am vergangenen Dienstag beschlossen. Unklar war bis zuletzt, wie ein am selben Tag gefällter Beschluss von Bund und Ländern zu Großveranstaltungen in Hamburg im Sportbereich umgesetzt wird. Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hatte entschieden, dass Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung ab dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden müssen.

In der Hamburger Eindämmungsverordnung werden solche Großveranstaltungen im Freien als Veranstaltungen ab 5000 definiert. Handball-Bundesligist HSV Hamburg und Basketball-Bundesligist Hamburg Towers dürfen jeweils 2500 Zuschauer zu ihren nächsten Heimspielen zulassen – immer unter 2G. Die Towers erwarten am zweiten Weihnachtstag in der heimischen Halle in Wilhelmsburg die Jobstairs Gießen 46ers, die Handballer des HSVH stehen am 27. Dezember in der Sporthalle Hamburg dem Bergischen HC gegenüber.

„Weil wir 3000 Karten verkauft haben, sind wir in einer misslichen Lage“, sagte HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke. Der Verein will sich schnell einen Überblick verschaffen, wer kommen will und wer aufgrund der Corona-Entwicklung um die Omikron-Variante verzichtet.

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Die Fußball-Zweitligisten HSV und FC St. Pauli spielen nach der Winterpause ohnehin erst wieder Mitte Januar um Punkte. Ob die Vereine 5000 Zuschauer einlassen können oder wegen der immensen Kosten für Ordnungsdienst, Einlasskontrolle mit Überprüfung des 2G-Nachweises und für andere Dienste darauf verzichten, muss erst überprüft werden. Bis zum ersten Heimspiel könne sich die aktuelle Pandemie-Lage ohnehin verändern und neue Maßnahmen erfordern, teilte der HSV dazu auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hamburg: Neue Verordnung mit Silvester-Regeln

Unter 3G – also für Geimpfte, Genesen oder Getestete – sind laut der neuen Verordnung im Freien Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern möglich – so es denn feste Sitzplätze gibt oder mit bis zu 250 Teilnehmern ohne feste Sitzplätze. Veranstaltungen in Innenräumen dürfen ausschließlich unter 2G stattfinden.

Auch für Silvester wurden die Regeln in der neuen Verordnung verschärft: So darf auf öffentlichem Grund kein Feuerwerk gezündet werden; auch darf man Böller, Raketen und andere Pyrotechnik nicht dabei haben. Außerdem gilt ein Ansammlungsverbot, laut dem sich in der Zeit zwischen dem 31. Dezember, 15.00 Uhr, und 1. Januar, 9.00 Uhr, nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen oder zusammenstehen dürfen. (dpa)

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