Der sonnige Herbst hat die Hamburger:innen an vielen Tagen nach draußen gelockt. (Archivbild)
Der sonnige Herbst hat die Hamburger:innen an vielen Tagen nach draußen gelockt. (Archivbild)
  • Der sonnige Herbst hat die Hamburger:innen an vielen Tagen nach draußen gelockt. (Archivbild)
  • Foto: dpa | Markus Scholz

Hamburg im Herbst: Selten war es so warm und sonnig

Im Herbst in den Urlaub fahren, um ein paar letzte Sonnenstrahlen und milde Temperaturen abzubekommen? In und um Hamburg war das zumindest in diesem Jahr nicht notwendig. So warm und so sonnig wie in den vergangenen Wochen war es selten, bilanzieren Wetter-Expert:innen.

Der Herbst 2022 ist in Hamburg mit 11,4 Grad der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit. Mit 365 Sonnenstunden sei es auch verhältnismäßig sonnig gewesen.

Der Norden hat einen milden, sonnigen Herbst hinter sich

Mit einer Regenmenge von 195 Litern pro Quadratmeter traf die Hafenmetropole genau das erwartete Soll, wie der DWD weiter mitteilte. Auch in den anderen Nord-Bundesländern stellten die DWD-Expert:innen durchgehend einen milden, sonnenreichen Herbst fest.

Schleswig-Holstein kam auf 11,2 Grad im Durchschnitt, 167 Liter Regen pro Quadratmeter und 325 Sonnenstunden – im Bundesvergleich war das Land zwischen den Meeren damit trotzdem die sonnenscheinärmste Region. Auch Niedersachsen hat mit durchschnittlich 11,2 Grad, 385 Stunden Sonne und 167 Litern Niederschlag pro Quadratmeter einen milden Herbst hinter sich.

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Bremen (11,6 Grad im Schnitt, 197 Liter Regen pro Quadratmeter, 387 Sonnenstunden) und Mecklenburg-Vorpommern (10,7 Grad, 102 Liter Regen pro Quadratmeter, 370 Sonnenstunden) machen da keine Ausnahme – einzig in MV fiel der Herbst vergleichsweise trocken aus. An diesem Donnerstag beginnt der meteorologische Winter.

Die Bilanz des drittwärmsten Herbstes seit Beginn der Aufzeichnungen wurde nicht nur für Hamburg, sondern auch für ganz Deutschland gezogen. Aber auch eine zweite Bilanz – für einen meteorologisch unüblichen Zeitraum – ist möglich: „Noch nie seit 1881 war der Zeitraum Januar bis November in Deutschland so warm wie 2022“, sagt DWD-Sprecher Uwe Kirsche in Offenbach. Der Mittelwert liege bei 11,3 Grad. Den bisherigen Höchststand gab es 2020 mit 11,1 Grad für diesen Zeitraum. (dpa/fbo)

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