Polizisten laufen mit Helmen geschützt über eine Straße
  • Die Hamburger Polizei ging an Halloween gegen Randalierer vor, so wie hier in Hamburg-Harburg.
  • Foto: picture alliance/dpa/Blaulicht-News | Blaulicht-News

Halloween in Hamburg: Die Randale-Bilanz der Polizei

Im Vergleich zu den Jahren davor war Halloween dieses Jahr für die Polizei besonders anstrengend. In der Nacht auf Montag kam es gleich in mehreren Stadtteilen zu Zwischenfällen. Hier ist die Bilanz der Polizei zusammengefasst.  

„Während es in den vergangenen Jahren in den Abendstunden des 31. Oktober eher ruhig war, kam es gestern Abend zu Auseinandersetzungen von Jugendlichen und Heranwachsenden mit der Polizei“, erklärte ein Sprecher am Montag. Vielerorts wurden dabei Böller, Eier oder auch Kartoffeln geworfen.  

Eier, Böller, Kartoffeln – die Halloween-Bilanz der Polizei

Im Bereich Altona-Altstadt wurden mehrere Platzverweise und Aufenthaltsverbote ausgesprochen, nachdem 26 Personen überprüft wurden. Zuvor hatten mehrere Gruppen Gebäude und Passanten mit Eiern beworfen sowie Böller gezündet.  


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Im Stadtteil Osdorfer Born wurden Passanten und Einsatzkräfte mit Eiern und Böllern von rund 100 Jugendlichen beworfen, weshalb Verstärkung angefordert wurde. Zwar zerstreute sich daraufhin die Jugendgruppe, danach wurde jedoch mit Steinen geworfen, wobei eine Diensthundeführerin verletzt wurde und den Dienst abbrechen musste. 

In den Stadtteilen Billstedt, MümmelmannsbergNeuallermöhe und Bergedorf-West entstanden Gruppen von teilweise bis zu 150 Jugendlichen. Auch hier wurden Autos, Passanten und Einsatzkräfte mit Eiern und Böllern beschmissen. Die Polizei sprach vor allem an den Bahnhöfen Platzverweise aus und nahm einen 14-Jährigen und zwei 16-Jährige in Gewahrsam. 

Osdorfer Born, Wilhelmsburg und Harburg waren die Randale-Hotspots an Halloween

Im Wilhelmsburg wuchs in der Nähe des Luna Centers eine Gruppe von zunächst rund 60 Jugendlichen auf etwa 150 an, die mit Lebensmitteln und Knallkörpern warfen. Hier wollte ein Polizist auch einen Jugendlichen auf einem Motorroller anhalten, der den Beamten anfuhr und daraufhin floh. Der dadurch am Bein verletzte Polizist musste daraufhin ebenfalls den Dienst abbrechen.  

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In Harburg wurden von ungefähr 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem im Umfeld des Harburger Rings und des Harburger Rathauses unbeteiligte Passanten, Linienbusse und Einsatzkräfte teilweise massiv beworfen. Zwei Beamte erlitten ein Knalltrauma, als ein offensichtlich verbotener Böller explodierte. Der 13-jährige Werfer wurde später wiedererkannt und wurde von seiner Mutter auf dem Polizei-Kommissariat abgeholt. Ein anderer Böllerwerfer habe bei seiner Festnahme Widerstand geleistet und einem Polizisten gegen das Bein getreten. Bei dem 15-Jährigen seien weitere Knallkörper gefunden worden. (mp/dpa/to) 

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