Passanten gehen auf der Hochwasserschutzanlage Baumwall bei wechselhaftem Wetter spazieren.
Passanten gehen auf der Hochwasserschutzanlage Baumwall bei wechselhaftem Wetter spazieren.
  • Das Wetter in Norddeutschland ist und bleibt wechselhaft.
  • Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Grau, grau, grau: Wann kommt in Hamburg mal wieder richtig die Sonne raus?

Das neue Jahr hat in Hamburg begonnen, wie das alte aufgehört hat: Nass. Obwohl die letzten Dezembertage des Jahres 2022 ungewöhnlich warm waren, hat es über der Hansestadt seit Neujahr nicht mehr viel blauen Himmel gegeben. Wie ist die Prognose für den Januar?

Der Winter in Hamburg begann kalt, aber sonnig: Mitte Dezember herrschte über eine Woche lang Dauerfrost. Dabei schien die Sonne im gesamten Monat 41,9 Stunden lang – das entspricht 120 Prozent des Mittelwerts und damit einem Fünftel mehr als erwartet. Doch seit Weihnachten ist es vorbei mit dem blauen Himmel über der Hansestadt: Über die Feiertage gab es keine einzige Sonnenstunde und am Silvestertag kam zu den milden Temperaturen noch Regen dazu.

Seitdem herrscht graue Tristesse: In der ersten Januarwoche hat es insgesamt nur zehn Stunden Sonnenschein in Hamburg gegeben. „Im Winter sind die Tage in Norddeutschland eben kurz – da gibt es wenig Möglichkeit für Sonnenstunden“, erklärt Josef Kantuzer vom Deutschen Wetterdienst. Doch die vielen Niederschläge findet auch der Experte ungewöhnlich. „Wenn es so weitergeht, wird es im Januar mehr Regen geben als erwartet.“

Sturmtiefs über Deutschland: Heftige Regenfälle erwartet

Vorerst bleibt das Wetter schlecht: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird auch die neue Woche bewölkt und regnerisch. Die Temperaturen bleiben mild mit Tiefstwerten um die fünf Grad in der Nacht und Höchstwerten von 11 Grad in Hamburg. Mit einem Schirm dem Schmuddelwetter trotzen? Das könnte schwierig werden: Durch den starken Wind dürfte das Tragen eines Regenschirmes insbesondere am Dienstag zu einem Kräftemessen mit dem Wettertief werden. An der Küste werden Sturmböen erwartet.

Während zu Jahresbeginn 2022 noch „Ylenia“ und „Zeynep“ über Norddeutschland fegten, haben Sturmtiefs 2023 wieder männliche Vornamen. Nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes wird „Constantin“ in der kommenden Woche von „Delf“ abgelöst. Die Tiefs über dem Nordatlantik und Nordwesteuropa lenken Meeresluft zu uns – die neue Regenwolken mit sich bringt.

Das könnte Sie auch interessieren: Wochenlang Zugausfälle auf wichtiger Bahnstrecke im Norden

Ähnlich starke Stürme wie zu Beginn von 2022 drohen in Norddeutschland jedoch zumindest in der kommenden Woche nicht. Aber auch mit blauem Himmel dürfen Hamburger:innen nicht rechnen: „Zwar lockert sich die Wolkendecke am Mittwoch und Donnerstag etwas auf“, sagt Kantuzer vom Deutschen Wetterdienst. „Voraussichtlich allerdings erst an den späten Nachmittagen – und dann ist die Sonne im Norden schon untergegangen.“

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp