• Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD).
  • Foto: Daniel Reinhardt / Senatskanzlei Hamburg

Bei Kanzler Scholz: Wechselt Hamburger Senator nach Berlin?

Mit der SPD als stärkster Kraft bei der Bundestagswahl ist für Kanzlerkandidat Olaf Scholz das Regierungsamt in greifbarer Nähe. Aber mit dem anstehenden Regierungswechsel könnte auch für einen langjährigen Vertrauten des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters ein Umzug nach Berlin anstehen. 

Bisher stellt die CDU die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2013 ist Prof. Monika Grütters Kulturstaatsministerin bei der Bundeskanzlerin, das dürfte sich mit der neuen Regierung jedoch ändern. Als möglicher Nachfolger komme jetzt Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) in Frage, wie die „Welt“ berichtet.  

Carsten Brosda ist möglicher Kandidat für das Amt in Berlin

Wer wird auf Prof. Monika Grütters (CDU) ins Kulturministerium folgen?Monika Grütters
Wer wird auf Prof. Monika Grütters (CDU) als Beauftragte für Kultur und Medien folgen?

Denn der in Gelsenkirchen geborene 47-Jährige ist schon länger ein enger Vertrauter von Olaf Scholz. Als dieser von 2007 bis 2009 das Amt des Arbeitsministers inne hatte, war Carsten Brosda bei ihm im Ministerium Referatsleiter für Reden, Texte und Analysen sowie stellvertretender Leiter des Leitungs- und Planungsstabes.

2011 ging es für Olaf Scholz als Erster Bürgermeister zurück nach Hamburg, Carsten Brosda zog nach. Im ersten von Scholz geführten Senat leitete er das Amt Medien in der Hamburger Senatskanzlei, ab 2013 war er zudem Bevollmächtigter des Senats für Medien. 2016 war Carsten Brosda dann in Scholz’ zweitem Senat für die Hamburger Kulturbehörde tätig, 2017 übernahm er schließlich den Posten als Kultursenator.


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Beide Politiker verbinde der Austausch über gesellschaftstheoretische Werke, wie die „Welt“ schreibt. In einem gemeinsamen Gastbeitrag in der „Zeit“ von Anfang September diskutieren beide etwa die politische Auseinandersetzung mit der Kultur. 

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Auch seine bundesweite Rolle als Präsident des Deutschen Bühnenvereins könnte ihn auf die Rolle des Kulturstaatsministers vorbereitet haben. Laut „Welt“ lehne er ein eigenes Kulturministerium hingegen ab. Vielmehr sei eine Vernetzung von Bund und Ländern wichtig. (to)

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