Die tierärztliche Leiterin des HTV, Dr. Urte Inkmann, im baufälligen alten Katzenhaus. Die Gebäude des Hamburger Tierheims sacken ab.
  • Die tierärztliche Leiterin des HTV, Dr. Urte Inkmann, im baufälligen alten Katzenhaus.
  • Foto: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.

Risse in Mauern, marode Gebäude: Hamburger Tierheim sackt ab

Schon seit Jahren ist klar: Das Tierheim an der Süderstraße muss renoviert werden. Risse in den Mauern, marode Gebäude – das damals auf einer Mülldeponie errichtete Tierheim sackt immer weiter ab. Jetzt hat es das Katzenhaus getroffen und unbetretbar für Mensch und Tier gemacht. Doch es soll sich endlich etwas tun.

Katzen, aus dem illegalen Handel gerettete Welpen und der OP-Saal samt neuem Röntgengerät waren in dem Katzenhaus untergebracht, dass nun unbrauchbar ist. Das ist bitter für den Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) und die Mitarbeitenden des Tierheims an der Süderstraße. Schließlich war schon lange klar, dass eine Lösung her muss.

Hamburger Tierheim: Gebäude sacken ab

Das Tierheim sei deshalb schon lange im Gespräch mit den unterschiedlichen Fraktionen in der Bürgerschaft, so Theresa Gessert, Sprecherin des Heims. Immer wieder bekamen sie Besuch von Politiker:innen, doch so richtig getan hat sich nichts. „Jetzt ist es sehr dringlich“, so Gessert. Das Heim stoße ressourcentechnisch an seine Grenzen und müsse vereinzelt bereits Anfragen ablehnen.

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Schließlich ist das Tierheim voll ausgelastet, sehr viele Tiere sind hier untergebracht – „und die werden Corona-bedingt auch nicht weniger“, so die Sprecherin. Katzen und Welpen aus dem abgesackten Katzenhaus konnten kurzfristig anderweitig untergebracht werden, doch das Anliegen drängt. Die CDU-Fraktion stellte deshalb nun einen Antrag zur Unterstützung des Tierheims an den Justizausschuss.

Das Katzenhaus samt Welpen-Isolationsstation und OP-Saal musste wegen seiner Baufälligkeit geschlossen werden.
Das Katzenhaus samt Welpen-Isolationsstation und OP-Saal musste wegen seiner Baufälligkeit geschlossen werden.

Grundsätzlich wird das Anliegen nun auch angegangen: Das Tierheim soll ausgebaut und modernisiert werden. Doch das Bezirksamt Mitte schätzt allein für die notwendige Bearbeitung des Bauplans eine Verfahrensdauer von mindestens zwei Jahren, teilt die Bürgerschaftsfraktion der CDU mit. „Dabei wird es höchste Zeit, dass die Ausbaupläne umgesetzt werden.“

Tierheim auf Mülldeponie gebaut: Gebäude sacken ab

Sandro Kappe, Fachsprecher Tierschutz der CDU-Fraktion, erklärt: „Es muss der Bauplan angepasst werden, der Boden muss auf Belastungen geprüft werden, die Finanzierung muss sichergestellt werden und der eigentliche Bau muss erfolgen“.

Der Senat wird deshalb dazu aufgefordert, „Fahrt aufzunehmen“ und den Planungsprozess zu unterstützen und zu beschleunigen. „Es ist wirklich bedauerlich, dass viel Zeit bis zur alternativlosen Entscheidung für einen Ausbau des Tierheims an der Süderstraße verloren wurde“, so Kappe.

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