Über 100 Feuerwehrleute sind am Kraftwerk im Einsatz.
  • Über 100 Feuerwehrleute sind am Kraftwerk im Einsatz.
  • Foto: Marius Roeer

Feuer in Kraftwerk: Statik von Gebäudeteilen gefährdet: Einsatz dauert bis in die Nacht

Billbrook –

In einem Kraftwerk in Billbrook kam es am frühen Dienstagabend zu einem Brandausbruch und einem Großeinsatz der Feuerwehr. Dabei entstand eine riesige Rauchwolke, die aufgrund der anhaltenden Sturmböen in der Stadt über Hamburgs Osten und Süden zog. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht.

Der Brand brach nach MOPO-Informationen gegen 17.40 Uhr in dem Heizkraftwerk Tiefstack aus. Ein Förderband hatte Feuer gefangen. Binnen weniger Minuten war das riesige Gebäude an der Andreas-Meyer-Straße in Rauch gehüllt.

Hamburg Feuer Kraftwerk Tiefstack

Vom Kraftwerk aus zog eine riesige Rauchwolke über Hamburg.

Foto:

René Schröder

Feuer in Hamburger Kraftwerk – 4. Alarmstufe ausgelöst

Der Feuerwehr stand ein gefährlicher Brandeinsatz bevor. Das Werk ist umgeben von Leitungen, durch die mehrere Tausend Volt fließen. Um eine Brandausbreitung verhindern zu können, wurde die 4. Alarmstufe ausgelöst. Mehr als 100 Retter rückten mit mehreren Löschzügen an. Wegen des verbrennenden Gummis konnten sich die Feuerwehrmänner nur unter Atemschutz dem Brandherd nähern.

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Verletzte gab es offenbar keine. Menschen seien nicht in Gefahr, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Es bestehe enormer Wasserbedarf, so dass auch ein Löschboot im nahe gelegenen Kanal eingesetzt wurde. 

Hamburg: Statik von Gebäudeteilen gefährdet

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Das Kraftwerk Tiefstack ist von einer Rauchwolke umgeben.

Foto:

TVNewsKontor

Gegen 21.30 Uhr gab ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der MOPO leichte Entwarnung: Der Brand konnte sich demnach nicht bis in das Silo ausweiten, in dem etwa 15.000 Tonnen Kohle lagerten. „Das Feuer wurde lokal begrenzt“, sagte der Sprecher. Jedoch seien die Förderanlage, die Kohle zwischen den Gebäuden transportiert, sowie ein Umlenkturm, durch den das Förderband läuft, derart beschädigt worden, dass ein Statiker zurate gezogen werden musste. Ob die Gebäudeteile einsturzgefährdet waren, konnte die Feuerwehr zunächst nicht mitteilen. Aufgrund der unsicheren Lage sowie vereinzelter Glutnester dauerte der Einsatz bis in die Nacht an.

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