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Ein Blick von der Amsinckstraßenbrücke auf den Mittelkanal zeigt das satte Grün.
  • Ein Blick von der Amsinckstraßenbrücke auf den Mittelkanal zeigt das satte Grün.
  • Foto: Florian Quandt

Entengrütze-Invasion! Warum Hamburgs Gewässer zum grasgrünen „Sumpf“ werden

Nanu, wo ist denn das Wasser hin? Wer zurzeit auf Hamburgs Kanäle blickt, hat schlechte Chancen, die Wasseroberfläche überhaupt zu sehen. An mehreren Orten der Stadt ist sie nämlich überzogen mit Entengrütze – einem grünen Gewächs, das sich in den vergangenen Wochen rasant vermehrt hat. Was geht da vor? Die MOPO hat die Antworten.

„Wir haben uns gefühlt wie in einem Sumpf“, erzählt Martin Winkler. Der Betreiber des Büro-Hausboots „Lore Hamburg“ in Hammerbrook war mit Freunden im Ruderboot unterwegs. Auf der Bille, parallel zur Billstraße, wurde der Bewuchs immer dichter: „Das war surreal“, so Winkler.

Auch vor der „Lore“ am Victoriakai-Ufer habe der Wind schon einen Teppich Grün herübergeweht, doch inzwischen habe der sich verflüchtigt. Abgeschreckt hat Winkler der Anblick jedoch nicht: „Die Oberfläche sah super aus“, meint er.

Hamburg: Kleine Wasserlinse überzieht Kanäle und Gräben

Neben den Kanälen im Bereich Hammerbrook und Hamm ist auch der Ernst-August-Kanal in Wilhelmsburg betroffen. Doch damit nicht genug: „Das Phänomen wurde auch in anderen Gewässern beobachtet, z.B. in kleineren stehenden Entwässerungsgräben sowie den Gräben in den Marschengebieten“, sagt eine Umweltbehörden-Sprecherin der MOPO.

Beim landläufig als Entengrütze bezeichneten Gewächs handelt es sich meist um die Kleine Wasserlinse (Lemna Minor). Sie ist ein sogenannter Nährstoffanzeiger, kommt also vor allem in nährstoffreichen Gewässern vor. „Die Kombination aus viel Regen und relativ hohen Temperaturen in den letzten Wochen fördern das Vorkommen der Wasserlinse“ so die Sprecherin.

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Werden sich die Hamburgerinnen und Hamburger an den neuen Anblick gewöhnen müssen? Wohl eher nicht: „Es ist damit zu rechnen, dass das Vorkommen der Wasserlinse zurückgeht, sobald es kühler wird. Die Umweltbehörde wird das Phänomen weiter beobachten.“

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