Pappschreibtisch
  • Der aufgebaute Aufsatz steht auf dem heimischen Schreibtisch.
  • Foto: Julia Willhöft

Dieser Papptisch soll Rückenschmerzen vorbeugen

Die Corona-Pandemie hat Einfluss auf unser aller Leben und auch auf den Arbeitsalltag. War Homeoffice vor der Pandemie eher noch eine Ausnahme, gehört es jetzt zum Alltag vieler Menschen. Viele Arbeitsplätze zuhause sind aber nicht ideal, und langes Sitzen auf ungeeigneten Stühlen führt zu Rücken- und Nackenschmerzen. Die Gründer von „Oppreist“, einem Unternehmen mit Sitz in Hamburg, haben einen Pappstehtisch entwickelt, der Schmerzen vorbeugen soll. Die MOPO hat ihn getestet.

Homeoffice ist für viele von uns Teil des Arbeitsalltags geworden. Der hauseigene Arbeitsplatz ist mit einem statischen Tisch und einem nicht passgerechten Stuhl oft nicht ideal. Um Schmerzen vom langen Sitzen entgegenzuwirken, haben vier junge Männer ein Pult entwickelt, das sich blitzschnell aufbauen lässt.

Der Aufbau vom Papp-Tisch

Einige Tage nach der Bestellung kommt ein großes, flaches Paket bei mir an. Ich bin gespannt und frage mich, ob so ein Papptisch wirklich stabil genug ist, um meinen Laptop drauf zustellen und ihn als Arbeitsfläche zu benutzen. Außerdem muss ich den Tisch erst noch aufbauen und hoffe, dass das nicht allzu kompliziert ist.

Pappstehtisch
Der Pappstehtisch besteht aus drei Elementen, zwei Füßen und der Arbeitsplatte.

Im Paket befinden sich drei Einzelteile, zwei Füße und die Arbeitsplatte, eine Anleitung sehe ich nicht. Trotzdem bin ich erleichtert: Da kann der Aufbau nicht so schwierig sein. Ich klappe die Laschen aus der Tischplatte und stecke diese in die Öffnungen der Beine – zack, fertig! Mein Tisch steht, der Aufbau war echt ein Kinderspiel. Auf der Homepage von „Oppreist“ finde ich im Nachhinein noch eine Anleitung zum Aufbau. Auch wenn ich sie diesmal nicht gebraucht habe – praktisch, dass es eine gibt.

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Papptisch
Der aufgebaute Pappstehtisch von „Oppreist“. Der Aufbau war unkompliziert und schnell.

Der Einsatz meines neuen Tisches

Nachdem ich meinen neuen Alltagshelfer zusammengebaut habe, probiere ich ihn gleich aus. Ich stelle den Aufsatz auf meinen Schreibtisch und – die Arbeitsplatte liegt jetzt zu hoch oder ich bin zu klein. Jedenfalls muss ich die Beine kürzen. An der Pappe sind dafür praktischerweise schon Markierungen für die Kürzungen angezeigt.

Stehtisch
Besonders praktisch finde ich, dass der Stehtisch gut auf die passende Größe zugeschnitten werden kann. Die vorgegebenen Markierungen helfen dabei.

Mit einem Cuttermesser bewaffnet geht es los. So einfach, wie ich dachte, lässt sich die Pappe nicht schneiden. Die Kartonage ist sehr widerstandsfähig. Mit etwas Geduld habe ich es aber nach einer Zeit geschafft, die Beine passend zu kürzen.

Pappstehtisch
Mit einem Cuttermesser und etwas Geduld lässt sich der Tisch kürzen.

Nun hat der Tisch die für mich passende Größe und ich kann loslegen. Der 800 Gramm schwere Aufsatz passt gut auf meinen Schreibtisch. Laut Aussage von Dieter Nagel (33), Mitbegründer von Oppreist, kann der Tisch ungefähr 20 Kilo tragen. Mein Laptop wiegt 2,7 Kilo und liegt mit dem Gewicht weit unter der maximalen Belastungsgrenze.


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Stehpult aus Pappe: das Fazit

Zwei Wochen teste ich den Aufsatz nun. Während der Arbeit im Homeoffice sitze ich jetzt nicht nur, sondern stehe auch. Für meinen Rücken ist diese Möglichkeit eine echte Erleichterung. Die Papptische sind eine kostengünstige Lösung (34,95 Euro pro Tisch), um die Arbeit zu Hause schnell rückenfreundlicher zu machen. Als Dauerlösung für die Arbeit im heimischen Büro sind die Pappbegleiter aber wahrscheinlich nicht ideal und höhenverstellbare Schreibtische einfach praktischer. Ist das Ende der Homeoffice-Zeit jedoch absehbar, lohnt sich die Investition in den Papptisch jedoch, finde ich.

Pappschreibtisch
Der aufgebaute Aufsatz steht auf dem heimischen Schreibtisch.

Der Tischaufsatz wird gut angenommen. Über 5500 Exemplare konnten laut Aussage von Dieter Nagel schon verkauft werden. Über 4000 Tische wurden in Norwegen vertrieben, in Hamburg 1500 Stück. Auch nach Tschechien und Italien wurden schon Einzelstücke verschickt.

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