Blick auf das Dirigentenpult in der Elbphilharmonie
  • Blick auf das Dirigentenpult in der Elbphilharmonie ist auch Teil der kleinen Reise durch das Konzerthaus.
  • Foto: Thomas Leidig

Die Geheimnisse der Elphi: Ein Blick hinter die Kulissen

Den Großen Saal haben schon viele Hamburger erlebt, doch einen Blick in die Künstlergarderoben haben wohl die wenigsten geworfen. Seit fünf Jahren ist die Elphi eines von Hamburgs Wahrzeichen – und eines der bekanntesten Konzerthäuser Deutschlands. In seinem neuen Buch nimmt Musikjournalist Joachim Mischke Leser nun mit hinter die Kulissen.

Schon ein paar hundert Mal habe er die Elbphilharmonie besucht, sagt Joachim Mischke. Kein Wunder, denn für den Musikjournalisten des „Hamburger Abendblatts“ ist sie einer der Hauptarbeitsplätze. Mit seinem neuen Buch ermöglicht er Lesern nun Einblicke in die Bereiche, die der Öffentlichkeit eigentlich nicht zugänglich sind.

Buch über Elphi: Das Konzert ist nur die Spitze des Eisbergs

„Das Konzert am Abend ist nur die Spitze des Eisbergs“, erklärt Mischke der MOPO. „Aber das Haus ist ein Ganztagesbetrieb, bei dem auch viele sehr hingebungsvolle und spezialisierte Menschen arbeiten, die von der Öffentlichkeit oft nicht gesehen werden.“

Das Buch soll eine Art Charakterstudie sein. „Ich beschreibe das Gebäude, aber erkläre auch was es emotional mit dem Besucher macht“, sagt er. Den Leser erwartet ein reich bebildeter Rundgang von den Rolltreppen über Green Room und Dirigentenpult bis hin zum Büro des Intendanten. Gespickt ist das Ganze mit Anekdoten und kleinen Geschichten aus den Erfahrungen des Autors. Auch mit Künstlern und Personal hat er gesprochen.


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Das „Gummistiefel-Denkmal” in der Elphi
Das „Gummistiefel-Denkmal” in der Elphi

Besonders eindrücklich sind die Fotografien von Thomas Leidig mit teils außergewöhnlichen Perspektiven, die Lust machen, sich auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu begeben. Dazu werden auch Fakten zum ikonischen Konzerthaus in ansprechenden Grafiken und auf Fotos Rückblicke wichtiger Momente und Auftritte gezeigt.

Liebeserklärung an die Hamburger Elbphilharmonie

Der Autor gibt dem Text eine persönliche Note, der man die Begeisterung für das Gebäude und die Menschen dahinter deutlich anmerkt – das Buch ist so etwas wie eine kleine Liebeserklärung an das Konzerthaus. „Überall in dem Gebäude lässt sich Perfektionismus erkennen”, sagt er im Gespräch mit der MOPO. „Das fasziniert mich.“ Und der eigene Lieblingsort? Das Klavierlager, das ihn mit den ganzen Instrumenten, die auf ihren Einsatz warten, an einen Rennstall erinnert, und in dem ein Flügel den Spitznamen „Dickerchen“ trägt. Aber auch die luxuriösen Künstlergarderoben und das Gummistiefel-Denkmal haben es dem studierten Musikwissenschaftler angetan.

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Das Buch dürfte vor allem Elphi-Liebhaber ansprechen, vermittelt aber auch Laien einen unterhaltsamen Eindruck vom Betrieb hinter den Kulissen. Und als kleiner Tipp für alle, die nicht nur über die Elphi lesen, sondern ein Konzert erleben wollen: Der Musikjournalist sitzt am liebsten im Bereich K. Doch auch vor Plätzen ganz oben oder hinter der Bühne sollte man sich nicht scheuen, findet er, denn sie eröffnen neue Sichtweisen auf Orchester und Dirigent.

Das Buch „Geschichte und Geheimnisse der Elbphilharmonie“ ist im Verlag „Hoffmann und Campe“ erschienen und im Buchhandel erhältlich.

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