Beim Hinspiel begleiteten Polizeikräfte den Fanmarsch von HSV-Fans.
  • Beim Hinspiel begleiteten Polizeikräfte den Fanmarsch von HSV-Fans.
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Derby in Hamburg: Das sagt die Polizei zur Sicherheitslage

Nur noch wenige Tage bis zum möglicherweise vorerst letzten Duell zwischen dem Aufstiegsaspiranten Hamburger SV und Kellerkind FC St. Pauli. Bisher ist klar: Die Gäste-Fans laufen am Sonnabend von Othmarschen zum Volksparkstadion, ein Fan-Marsch des HSV startet am Stellinger Bahnhof. Also alles gut? Nun meldet sich die Polizei zur Sicherheitslage rund ums Derby zu Wort.

Wurde das erste Aufeinandertreffen der beiden Hamburger Vereine in der Saison 18/19 noch voller Anspannung erwartet, so stellt Timo Zill, Sprecher der Hamburger Polizei, zum vierten Derby innerhalb von zwei Jahren „Gewöhnungseffekte fest“, was die Aufregung rund um das Spiel am Sonnabend (13 Uhr) angeht.

Und es ist wirklich erstaunlich ruhig bisher: Nur vereinzelte Graffitis, kaum Kampfansagen, keine aufgehängten Strohpuppen wie bei vorangegangenen Derbys in Liga zwei, wo sich beide Fanszenen schon Wochen vor der Begegnung im Ausnahmezustand wähnten. Auch die Polizei hat „keine konkreten Erkenntnisse“, was Aktionen der einzelnen Lager angeht.

Das sagt die Hamburger Polizei zur Derby-Sicherheit

Riefen St. Paulis-Ultras Anfang Februar noch zu einem Treffen an der S-Bahn-Station Eidelstedt auf, hieß es zu Beginn dieser Woche plötzlich: Man würde vom Millerntor zu den Landungsbrücken gehen, von dort geht es mit der Bahn zur S-Bahn-Station Othmarschen, ab da zu Fuß zum Stadion.

Zu einem Fanmarsch, der am Bahnhof Stellingen startet und zu dem HSV-Ultras aufgerufen hatten, erwartet Zill etwa 3000 Anhänger der Rothosen. „Das ist bis jetzt recht unspektakulär, die Fanströme kreuzen sich nicht.“ Fantrennung, das Mantra der Polizei: Auch im Rückspiel soll es aufgehen.

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Was die Situation am Wochenende auf dem Kiez angeht, so hat die Polizei nichts konkretes zu vermelden. Man werde Präsenz zeigen, heißt es. „Die Nacht vorher und der Abend des Derbys ist für uns kein unbekanntes Szenario“, erklärte Zill.

Video: Die Polizei war bereits in der Hinrunde im Großeinsatz

Freitagabend erstes Kräftemessen auf dem Kiez?

Bleibt es also ruhig? Klar ist: Fans beider Vereine werden am Freitagabend das Derby-Wochenende auf St. Pauli einleiten. Die braun-weiße Anhängerschar trifft sich abends an der Feldstraße, bevor sie durch ihr Viertel ziehen will. Und der HSV-Anhang begeht den Freitagabend wie gewohnt auf dem Hans-Albers-Platz.

Die Polizei sieht sich gewappnet, hat sich nach eigener Aussage intensiv vorbereitet: „Das ist natürlich ein Risikospiel, aber die Rivalität gehört auf den Rasen“, so Zill zur MOPO. „Da, wo es zu Misch-Situationen kommt, sind wir vor Ort.“

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