CSD Übersicht
  • 30 Trucks waren beim CSD unterwegs
  • Foto: Georg Wendt/dpa

Liebe in der Luft: Hamburg feiert den größten CSD aller Zeiten

Hamburg ist bunter denn je! Am Samstag kehrt der Christopher Street Day (CSD) in seiner ganzen Pracht zurück, die Demonstration für Vielfalt, Toleranz und Respekt wird die größte der CSD-Geschichte! 250.000 Menschen werden in der Innenstadt erwartet, die Demo zieht von St. Georg bis zum Jungfernstieg. Die MOPO ist vor Ort und gibt einen Überblick.

CSD-Veranstalter: 250.000 Menschen feierten mit

17.51 Uhr: Nach Angaben des Veranstalters sind beim CSD rund 250.000 Menschen durch Hamburg gezogen. „Wir sind super zufrieden und unbeschreiblich glücklich“, sagte der Sprecher des veranstaltenden Vereins Hamburg Pride, Manuel Opitz. Das Bedürfnis der Menschen, wieder auf die Straße zu gehen und sich lautstark für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz einzusetzen, sei riesengroß gewesen. Von der Hamburger Polizei gab es noch keine offizielle Zahl zur Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Bürgermeister Peter Tschentscher beim CSD

17.05 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sagte beim CSD: „Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität benachteiligt wird. Das gilt in Hamburg am Christopher Street Day und allen anderen 364 Tagen im Jahr.“

tschentscher mit Dragqueen
Bürgermeister Peter Tschentscher mit einer farbenfrohen Dragqueen.

Zweite Bürgermeisterin und Promis feierten mit

16.40 Uhr: Beim CSD feierten auch Promis mit – unter anderem Schauspielerin Yvonne Woelke, Modeunternehmen und Trash-TV-Teilnehmerin Claudia Obert sowie Nacktmodel Micaela Schäfer. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank führte die Parade mit Bürgermeister Peter Tschentscher und dem Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann, an.

Promis beim CSD
Von links: Yvonne Woelke, Claudia Obert, Katharina Fegebank und Micaela Schäfer

Ganz in Schwarz für mehr Vielfalt

15.55 Uhr: Die Kurden Sasha (33, l.) und Ayaz (30) zogen beim Zug von Queer Refugees Support Hamburg mit.

Queer Refugees
Sasha (l.) und Ayaz

Sogar der Dom ist da

14.50 Uhr: Mit Elektro-Musik zieht die Demo durch die Mönckebergstraße. Ein Wagen ist besonders kurios: Der Hamburger Dom hat ein kleines Riesenrad mit zum CSD gebracht. Hier kommt heute wirklich ganz Hamburg zusammen.

Ein kleines Riesenrad steht auf einem Wagen
Der Dom ist da.

Viel Liebe in der Luft

14.15 Uhr: Eine Gruppe junger Frauen ist aus Wolfsburg und Braunschweig angereist. Eine von ihnen feiert Geburtstag, für sie und ihre lesbischen Freundinnen ist die CSD-Demo in Hamburg „der perfekte Ausflug“, sagt sie.

Drei Frauenpaare küssen sich
Die Frauen aus Wolfsburg und Braunschweig feiern den Geburtstag einer ihrer Freundinnen.

Trucks rollen am Hauptbahnhof vorbei

13.22 Uhr: Vor dem Hauptbahnhof ist es brechend voll, die Demo wird nun eine Runde über Steinstraße und Mönckebergstraße drehen. Beim Umzug sind etwa 30 Trucks dabei, etwa von Nivea, der Deutschen Bahn, den Energiewerken oder „Schmidts Tivoli“. Auch die Feuerwehr ist mit einem Wagen vertreten.

Ein Feuerwehrfahrzeug mit Regenbogenfahnen fährt zwischen einer Menschenmenge
Die „Pride Feuerwehr“ ist da.

Ausgelassene Stimmung bei CSD-Demo

12.56 Uhr: Konfetti, Seifenblasen, tanzende Menschen: Die Stimmung auf der CSD-Demo ist wie erwartet ausgelassen und fröhlich. Beliebtester Song des Tages bislang: „I kissed a girl“ von Katy Perry. Doch die Teilnehmer bringen auch ihre ernsten Botschaften rüber: Sie setzen sich ein für Transsexuellenrechte und für den Schutz queerer Menschen.

Teilnehmer der CSD-Demo

CSD-Demo ist gestartet

12.25 Uhr: Es geht los! Die CSD-Demo wurde mit Konfetti-Kanonen eröffnet, in der ersten Reihe standen u.a. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Der Demozug mit Tausenden Teilnehmern und 30 Trucks zieht jetzt die Lange Reihe entlang.

Ein Lkw mit Menschen auf dem Dach fährt durch eine Menschenmenge
Der Demozug ist in der Langen Reihe gestartet

So viele gleichgeschlechtliche Ehen wurden 2021 in Hamburg geschlossen

12.19 Uhr: Das Statistikamt Nord hat vor dem CSD Zahlen zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Hamburg und Schleswig-Holstein veröffentlicht. Demnach wurden 2021 in der Hansestadt 108 Männer miteinander verheiratet sowie 99 Frauen.

Mitfahrgelegenheit im roten Bus

11.44 Uhr: Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bieten die Organisatoren vom Verein Hamburg Pride Mitfahrgelegenheiten an: Die roten Doppeldecker der Hamburger Stadtrundfahrt fahren dafür über die CSD-Route. Barrierefrei sind die Busse allerdings nicht.

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Fegebank & Tschentscher erwartet

11.17 Uhr: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) freut sich auf die CSD-Demo. „Heute setzen wir gemeinsam ein starkes Signal für Freiheit, Akzeptanz & Selbstbestimmung und gegen Diskriminierung, Hass und Gewalt“, twitterte Fegebank am Samstagvormittag.

Neben Fegebank werden unter anderem auch der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), erwartet.

Polizei warnt vor Verkehrsbehinderungen

11.02 Uhr: Die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und rät dazu, am Samstag zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem schienengebundenen Nahverkehr anzureisen. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich rund um die Hamburger Innenstadt möglichst weiträumig umfahren.

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CSD in Hamburg: Das ist die Route der Demo

10.44 Uhr: Startpunkt wird um 12 Uhr die Lange Reihe im Stadtteil St. Georg sein, Endpunkt der Jungfernstieg. Teil des Demozugs sollen auch 30 Trucks sein.

CSD Route 2022
Die geplante Route der Parade

„Große Sehnsucht“ – Organisatoren voller Vorfreude

10.25 Uhr: „Wir spüren in der Community nach zwei Jahren Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und Fahrrad-Demos eine große Sehnsucht nach dem regulären CSD“, sagten die Co-Vorsitzenden des Vereins Hamburg Pride, Nicole Schaening und Christoph Kahrmann.

MOPO-Digitalchefin Eva Jost hat hier aufgeschrieben, warum der CSD in diesem Jahr so besonders ist.

So viele Gruppen angemeldet wie noch nie

9.59 Uhr: Insgesamt 82 Gruppen, darunter auch Vereine wie der FC St. Pauli und politische Parteien, sollen auf einer rund vier Kilometer langen Strecke durch die Hamburger Innenstadt ziehen. Los geht es an der Langen Reihe im Stadtteil St. Georg, Ziel ist der Jungfernstieg.

Nach Ende der Demo wartet im Stadtteil St. Pauli mit dem Pink Pauli Festival die laut Veranstaltern größte CSD-Abschlussparty, die es jemals in Hamburg gab. In insgesamt 15 Clubs und Bars soll auf der Reeperbahn bis tief in die Nacht gefeiert werden.