• Auf der Spitalerstraße in Hamburgs Innenstadt dürfte es am Montag wieder voller werden (Archivbild).
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Coronavirus in Hamburg: Handel, Schulen & Co.: Der Neustart-Plan für unsere Stadt

Ab Montag heißt es: Alles auf Anfang – zumindest ganz langsam. Hamburgs Senat hat am Freitag seinen Neustart-Plan für das öffentliche Leben in unserer Stadt präsentiert und erklärt, wie es trotz Corona jetzt bei Geschäften, Schulen, Veranstaltungen & Co. weitergeht. Die MOPO gibt einen Überblick:

Läden: Ab dem 20. April darf der Einzelhandel wieder öffnen. Die Regelungen gelten für alle Läden bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und auch für Einzelläden „in Einkaufszentren, Malls, Passagen“, so Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). In den Zentren müsse auch in den allgemeinen Bereichen zwischen den Geschäften die Abstandsregelung eingehalten werden, betonte er.

Corona: Hamburger sollen auch wieder in die City gehen

Auch die 379 Einzelhandelshäuser, deren Fläche 800 Quadratmeter übersteigen, dürfen wieder öffnen, sofern sie ihre Ladenfläche der Regelung entsprechend reduzieren. Das kommt vor allem 52 Läden in der City zugute. „Wir wollen nicht, dass in der Innenstadt überhaupt niemand mehr einkauft“, so Tschentscher. Auch der Kfz- und Radhandel darf öffnen.

Schulen: Der Schulbetrieb wird ab dem 27. April langsam hochgefahren. So werden die Klassenstufen 9, 10 und 13 der Stadtteilschule, 10 und 12 der Gymnasien, 9 und 10 der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren sowie die Abschlussklassen der Berufsbildenden Schulen erste Präsenzangebote zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen bekommen.

Hamburg: Auch Grundschulen werden wieder öffnen

„In einem zweiten Schritt beginnen ab dem 4. Mai die Unterrichtsangebote für die Klassenstufe 4 der Grundschule, die Klassenstufen 6 und 11 der Gymnasien sowie die Klassenstufe 12 der Stadtteilschulen“, so Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Damit sich niemand infiziert, sollen alle Klassen in zwei Lerngruppen getrennt werden, die abwechselnd nur einen Klassenraum nutzen oder fernunterrichtet werden sollen. Zum Infektionsschutz sollen außerdem Pausenzeiten gestaffelt und die WC-Anlagen zwei Mal pro Tag gereinigt werden.

Corona: Hamburger sollen Masken in Bus & Bahn tragen

Universitäten: Hamburgs Hochschulen bleiben weiter für den Publikumsverkehr geschlossen. Möglich sein sollen aber Prüfungen und der Zugang etwa zu Laboren, sofern die sonstigen Auflagen eingehalten würden, sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Die Bibliotheken der Universität und der anderen Hochschulen würden wieder geöffnet.

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HVV: Zum Schutz vor dem Coronavirus empfiehlt der Senat, in Bussen und Bahnen Schutzmasken zu tragen. „Da gilt unsere Empfehlung, gerade im öffentlichen Nahverkehr, dass man doch, wenn es eben geht, Masken aufsetzen sollte“, so Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). Fahrgäste sollen sich außerdem „so gut es geht“ in den Fahrzeugen verteilen, um Abstand zu halten.

Corona: Weiter keine Großevents in Hamburg

Gastronomie: Restaurants und Kneipen bleiben bis auf weiteres geschlossen. „Wir wissen, dass diese Gruppe jetzt besonders enttäuscht war“, so Westhagemann. Man wolle die Gespräche in den kommenden 14 Tagen nutzen, um zu schauen, wie man mit dieser Branche weiter umgehen könne. Gleiches gelte für den Tourismus. In Hamburg sind insgesamt inzwischen 40.000 Anträge auf Kurzarbeit eingegangen.

Kultur & Sport: „In zwei Wochen werden wir über die Bereiche Sport, Museen oder auch zoologische Gärten sprechen“, sagt Tschentscher. Man wolle aber zunächst vorsichtig die Ergebnisse der ersten Lockerungsschritte abwarten. Bühnenveranstaltungen und Theater werden wohl mindestens bis Ende Juni nicht stattfinden.

Großveranstaltungen: Dom, Hafengeburtstag und Festivals wird es weiterhin bis mindestens zum 31. August nicht geben. Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein will Hamburg auch kleinere Veranstaltungen nicht zulassen. „Auch Großveranstaltungen unter 1000 Teilnehmern werden bis auf weiteres nicht stattfinden können“, so Tschentscher. Das gelte auch für Familienfeste.

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