Senatssprecher Marcel Schweitzer bei einer Landespressekonferenz. (Archivfoto)
Senatssprecher Marcel Schweitzer bei einer Landespressekonferenz. (Archivfoto)
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Hamburg verschärft Corona-Regeln – was künftig gelten soll

Die Corona-Fallzahlen in Hamburg steigen und steigen, fast täglich werden neue Rekordwerte gemeldet: Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 463,3 – so hoch wie noch nie zuvor und deutlich über dem Bundesschnitt (239,9). Jetzt reagiert der Hamburger Senat: Die Corona-Regeln werden noch einmal verschärft, 2G-Plus wird deutlich ausgeweitet.

Hamburg setzt voll auf 2G-Plus: So lässt sich der Senatsplan im Kampf gegen die Omikron-Variante grob zusammenfassen. Mit Ausnahme des Einzelhandels gilt künftig fast überall, wo bislang 2G galt, die erweiterte Regel. Das gab Senatssprecher Marcel Schweitzer bei der Landespressekonferenz am Dienstag bekannt.

Hamburg: Kein 2G für Geboosterte

Heißt konkret: Zusätzlich zum Impf- oder Genesenen-Nachweis wird für Restaurant, Kneipe, Museum, Hallensport, Fitnessstudio, Schwimmbad und Co. ein aktueller Negativ-Nachweis – also ein Schnelltest, der in einem Testzentrum oder in einer Apotheke gemacht wurde – benötigt.

Für alle, die bereits die dritte Impfung hinter sich haben, gilt die Verschärfung nicht: Geboosterte müssen keinen zusätzlichen Testnachweis vorzeigen, bei ihnen reicht der Nachweis über die Drittimpfung. Auch Kinder sind von der Neuregelung ausgenommen.

Fallzahlen, Inzidenzen, Regeln: Aktuelles zu Corona in Hamburg und im Norden im MOPO-Newsticker

Hamburg: HSV und St. Pauli vor Geisterspielen

Deutliche Einschränkungen gibt es für Veranstaltungen – besonders die Bundesliga: Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung – also auch die Spiele von HSV und FC St. Pauli, Hamburgs Handballern oder den Towers – sollen künftig wieder ohne Zuschauer:innen stattfinden.

Eine deutliche Verschärfung – bislang durften unter 2G-Bedingungen in die Fußballstadien von HSV und FC St. Pauli maximal 5000 Zuschauer:innen. In Hallen sind derzeit bis 2500 geimpfte oder genesene Zuschauer erlaubt.

Eigentlich sollten nach einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung bereits seit dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden. Hamburg hat diese Regelung bislang umgangen, indem hier erst Veranstaltungen ab 5000 Zuschauer:innen als Großveranstaltungen galten.

Hamburg: Veranstaltungen mit kleinerer Teilnehmer:innenzahl

Auch bei (privaten) Veranstaltungen sollen die Teilnehmer:innenzahlen eingeschränkt werden: auf 200 Menschen drinnen oder 1000 draußen. Für Kulturveranstaltungen ohne feste Spielstätte soll künftig eine Obergrenze von 1000 Personen gelten. Ausgenommen sind Kulturveranstaltungen mit festen Spielstätten – beispielsweise in (Musical-)theatern: Hier sollen die bisherigen Regelungen weiterhin gelten.

Die neuen Regeln sollen Montag in Kraft treten, kündigte Senatssprecher Marcel Schweitzer an. Dies gelte allerdings vorbehaltlich von möglicherweise anderslautenden Schlüssen, die Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschef:innen der Bundesländer bei der nächsten Ministerpräsident:innenkonferenz am Freitag treffen werden.

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