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Corona-Bilanz nach Schulstart: So kam das Virus in die Schule

Seit fünf Wochen haben Hamburger Schüler wieder Präsenzunterricht, jetzt hat die Schulbehörde eine erste Corona-Bilanz gezogen. Das Ergebnis: Vor allem die Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude hat es hart getroffen. Schon 26 Schüler und drei Beschäftigte wurden positiv auf das Virus getestet.

Und noch sind nicht alle Tests ausgewertet. Nachdem das Virus Anfang September zunächst bei einem Schüler und einer Lehrkraft nachgewiesen worden war, wurden alle 200 Beschäftigte und rund 400 Schüler aus den sechsten und achten Klassen vorsichtshalber auf den Erreger getestet.

Corona: 29 Infektionen an der Heinrich-Hertz-Schule

Nach Angaben der Schulbehörde haben sich einige Schüler unabhängig voneinander in ihren Familien infiziert – und das Virus dann in den Unterricht getragen. Einige der Schüler sollen dabei eindeutige Symptome aufgewiesen haben, andere zeigten trotz Infektion noch keine Symptome.

Daraufhin sollen sich jedoch auch in der Schule selbst Personen mit Corona angesteckt haben. Wie es trotz der Hygienekonzepte zu den Ansteckungen kommen konnte, werde derzeit untersucht.

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In der Heinrich-Hertz-Schule haben sich zum ersten Mal Personen in einer Hamburger Schule mit Corona infiziert. Denn: Bei dem größeren Infektionsgeschehen an der Stadtteilschule Wilhelmsburg hatte sich alle Infizierten außerhalb der Schule angesteckt.

Corona an Hamburger Schulen: 108 Fälle seit Ende der Sommerferien

Die Fälle an der Heinrich-Hertz-Schule ausgenommen, haben sich seit Ende der Sommerferien 108 Schüler und neun Schulbeschäftigte mit Corona angesteckt – 89 von ihnen sind mittlerweile wieder gesund. Diese Erkrankungen machen rund zehn Prozent der in diesem Zeitraum in Hamburg gemeldeten 1192 Corona-Fälle aus.

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Von rund 280.000 Schülern und Beschäftigten sind aktuell 28 Personen an Covid-19 erkrankt. 14 von rund 9.500 Schulklassen befinden sich derzeit in vorbeugender Quarantäne, auch 24 Schulbeschäftigte bleiben vorsichtshalber zu Hause.

Schulsenator Ties Rabe: Rückkehr zum Präsenzunterricht ist richtig

Vor diesem Hintergrund hält Hamburgs Schulsenator Ties Rabe die Rückkehr zum Präsenzunterricht für richtig. Falls sich das Infektionsgeschehen ändere, werde jedoch auch die Corona-Politik für die Schulen angepasst, heißt es in einer Mitteilung der Schulbehörde. Voraussichtlich werde dann die Maskenpflicht nach einem Stufenplan weiter verschärft.

Video: Europas Schulen. Große Corona-Pause zu Ende

Um etwaige Corona-bedingte Lernrückstände auszugleichen, wollen 108 Hamburger Schulen freiwillige Lernangebote für die Herbstferien im Oktober anbieten. Darüber hinaus werden laut Schulbehörde schuleigene Förderkonzepte parallel zum Unterricht entwickelt. (ncd)

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