Bezirk Wandsbek stoppt nächstes Verkehrsprojekt – das ist der Grund
Nun also doch nicht: Im Dezember hatten die Pläne für eine neue Parkzone für ordentlich Aufregung im Alstertal gesorgt. Künftig hätten dort nur noch E-Fahrzeuge halten dürfen. Die Pläne wurden verworfen – aus einem einfachen Grund.
„Eine E-Ladezone für emissionsfreie Lieferfahrzeuge wird von den örtlichen Gewerbetreibenden nicht gebraucht – sie wird daher auch nicht kommen“, erklärt Xavier Wasner, Poppenbütteler Wahlkreisabgeordneter der SPD-Fraktion Wandsbek, die überraschende Entscheidung.
Hamburg-Poppenbüttel: Keine E-Ladezone am Frahmredder
Ein Rückblick: Im Dezember wurde bekannt, dass die Stadt eine sogenannte „emissionsfreie Ladezone“ vor einem Brillengeschäft an der Straße Frahmredder (Poppenbüttel) plane. Halten dürften dort nur noch E-Autos, Lastenräder und Lkw ab 4,25 Tonnen. Aus der Opposition und von Seiten der Anwohner und Gewerbetreibenden hatte es daraufhin Kritik gehagelt – mit Erfolg.

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Die Wandsbek-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat die Ladezone nun abgelehnt. „Grund für diese Entscheidung ist nicht das Konzept der E-Ladezonen selbst, das grundsätzlich begrüßt wird, sondern die ungeeignete Standortwahl im Frahmredder“, wird die Entscheidung in einer gemeinsamen Mitteilung begründet.
E-Ladezone: Alternativstandorte sollen geprüft werden
Die Straße Frahmredder wird derzeit zur Veloroute umgebaut, wodurch bereits mehr als 40 Parkplätze wegfallen. Wichtiger als die E-Ladezone sei daher: „Der vor Ort dringend notwendige Parkraum wird wieder ermöglicht“, so Finn Ole Ritter, Vorsitzender der FDP-Fraktion Wandsbek.
Daher sollen nun alternative Standorte für eine solche Ladezone im Bezirk Wandsbek geprüft werden. Zusätzlich soll geprüft werden, ob auf der Straße Frahmredder zwischen den Hausnummern 9 und 11 neue Parkplätze geschaffen werden können.
Es ist nicht das einzige Verkehrsprojekt, das derzeit Aufregung in Wandsbek verursacht: Am Poppenbütteler Bogen (Poppenbüttel) sorgen neue „Überliegerplätze“ für Busse für Unmut. Für diese Rastplätze würden zahlreiche Parkplätze wegfallen. Auch hier hat sich die Bezirkskoalition eingeschaltet, um eine alternative Lösung zu finden. Außerdem hat die neue Bezirkskoalition hat den Bau neuer Radwege gestoppt. (mwi)
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