Claus Kienle (57) mit dem neuen Lastenfahrrad vor dem Bunker an der Schomburgstraße in Altona-Altstadt.
  • Claus Kienle (57) mit dem neuen Lastenfahrrad vor dem Bunker an der Schomburgstraße in Altona-Altstadt.
  • Foto: Florian Quandt

Energie für den Stadtteil: „KEBAP“ startet nächste Phase des Bunker-Umbaus

Eigentlich sollten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr starten. Doch das Projekt um den Bunker an der Schomburgstraße (Altona-Altstadt) ist komplex, die Wege manchmal lang. Nach vielen Monaten mit unzähligen Meetings, Gremiensitzungen und Planungsrunden wird es jetzt konkret. Anfang des Jahres werden die Architekturleistungen für den 54 Meter langen, 16 Meter breiten und knapp 19 Meter hohen Giganten ausgeschrieben.

Schon seit Jahren ist der Bunker dank des Vereins „Kultur Energie Bunker Altona Projekt“ (KEBAP) ein Ort der Gemeinschaft und des Klimaschutzes. Es werden Workshops, Lesungen, offene Treffen, Führungen und ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten angeboten. Weil die Mitglieder in dem Bunker auch Energie erzeugen wollen, wurde 2015 die „Kultur Energie Genossenschaft Altona“ (KEGA) gegründet.

Die Bessermacher – eine Aktion von MOPO und Haspa MOPO
Die Bessermacher – eine Aktion von MOPO und Haspa (Logo)
Die Bessermacher – eine Aktion von MOPO und Haspa

Hamburg: Im Bunker soll Wärme erzeugt werden

Um Kultur und Energie an dem Standort zu vereinen, soll der Zwillings-Hochbunker, der in der Mitte geteilt ist, umgebaut werden. Auf der rechten Seite sollen die Kultur- und Stadtteilangebote stattfinden (unter anderem auch ein Bunkermuseum). Auf der linken Seite ist die Wärmeproduktion geplant. Energie aus dem Stadtteil – für den Stadtteil. Das ist das Ziel. Mit Luftwärme-, Grundwasserwärmepumpen und Blockheizkraftwerk soll die Wärme direkt im Bunker erzeugt werden.


Nachhaltig engagiert: 14 Initiativen wurden im Rahmen der MOPO- und Haspa-Aktion „Die Bessermacher“ vorgestellt. Aber nicht nur das. Die Projekte bekommen auch finanzielle Hilfe und langfristige Unterstützung. Im „Bessermacher-Recall“ zeigen wir, wie es mit den Initiativen vorangegangen ist.


Als Partner wird nun „GP Joule“ einsteigen. „Ein bekannter Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien mit Wurzeln in Norddeutschland“, sagt Claus Kienle (57). Der Mann im dicken Isländerpulli ist Foto-Künstler und einer der fünf ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden des Vereins.

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Er sei guter Dinge, dass es nun schneller vorangehe. „Zumal wir jetzt das hier haben“, sagt er lachend und schwingt sich auf das neue von der Haspa finanzierte Lastenrad des Vereins.

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