Ein Schüler bei der Abiturvorbereitung
  • Im Zuge der Veröffentlichungen der Abiturnoten erklärt die Schulbehörde im Detail den Fehler beim Biologieabitur.
  • Foto: picture alliance/dpa/Daniel Reinhardt

Behörde klärt auf: So kam es zur Abi-Panne

Bei den diesjährigen Abiturprüfungen ist es im Fach Biologie durch eine fehlerhafte Darstellung zu großer Verwirrung gekommen (MOPO berichtete). Die Behörde erklärte damals, dass ein Umwandlungsfehler vorab zu dem Chaos geführt hatte. Jetzt berichtet die Behörde im Detail, wie es zu der Abi-Panne gekommen ist.  

Eine fehlerhafte Umwandlung einer MS Word-Datei in eine druckfähige pdf-Datei führte laut Behörde dazu, dass bis zu einem Viertel der Fragestellungen nicht zu den Darstellungen passte. Schon während der Prüfung verlängerte die Schulbehörde die Bearbeitungszeit um 30 Minuten und passte später den Bewertungsmaßstab an. Eine alternative Nachschreibeklausur Ende Mai nahmen sieben Prozent der Schüler:innen war.  

Schulbehörde erklärt: So kam es zur Abi-Panne

Zwar war der diesjährige Notenschnitt auch im Fach Biologie mit 2,59 besser als im Vorjahr (2,79), dennoch raubte das Chaos während der Prüfung vielen Schüler:innen die Konzentration, wie der MOPO damals erzählt wurde. Im Anschluss an die Klausur wurden Anpassungsmaßnahmen durch die Petition „Notenanpassung des Biologie-Abiturs 2021 in Hamburg“ gefordert.  


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Zu dem Umwandlungsfehler der Dateien kam zudem ein weiteres Mal. Denn während der Prüfung wurde die Darstellung korrigiert – jedoch so, dass die neue Darstellung zur alten Fragestellung passte, nicht zur neuen. Und das, obwohl in der Vorbereitung der Prüfungen solche Überführungen von MS Word in Adobe Routine sind, so die Behörde. Außerdem kam es im Vorfeld zu Personalumstellungen in der Aufgabenentwicklungskommission, was die Erstellung der Aufgaben erschwerte. 

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Das Chaos am Prüfungstag entstand dann durch Homeoffice, Krankheitsfälle, Urlaub und Vertretungen der Vorgesetzten, die für die Fachleitung telefonisch nicht erreichbar waren. So konnten die zahlreichen Anfragen der Schulen nicht sachgemäß bearbeitet werden. Für die Zukunft verspricht die Schulbehörde einen entzerrten Zeitraum, vereinfachte Personalzuteilung sowie strukturiertere Vertretungsorganisation, sodass sich ein solcher Fehler nicht wiederholt.  

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