Die Visualisierung zeigt, wie das Südportal des Lärmschutzdeckels in Altona aussehen soll. 
  • Die Visualisierung zeigt, wie das Südportal des Lärmschutzdeckels in Altona aussehen soll. 
  • Foto: DEGES/V-KON.media

Baustart in Hamburg steht bevor: So schön wird der Park über der Autobahn

Altona –

Die Pläne sind spektakulär: Über dem geplanten A7-Tunnel in Altona soll eine große Parkfläche entstehen. Nachdem am 5. Februar der Autobahntunnel Stellingen fertiggestellt wurde, steht der Baustart für den letzten und längsten der drei Lärmschutzdeckel bevor. Am 12. März ist der Spatenstich für die Bauarbeiten, die rund acht Jahre dauern sollen.

Mit 2230 Metern Länge und 42 Metern Breite steht in Hamburg ein ambitioniertes Verkehrsprojekt an, mit dem gleich mehrere Probleme gelöst werden sollen. Der wohl größte Nutzen des Altona-Deckels: Der Verkehrslärm soll für die Anwohner vermindert werden. Die Zahl der Wohneinheiten, die von Grenzwertüberschreitungen beim Lärm betroffen sind, soll durch den Tunnel um 97 Prozent tagsüber und 95 Prozent nachts sinken.

Baustart in Hamburg steht bevor: So schön wird der Park über der Autobahn

„Der Altonaer Autobahndeckel ermöglicht Hamburg eine Stadtreparatur historischen Ausmaßes: Er wird ganze Stadtteile zusammenführen und er wird massiv die Gesundheit der anwohnenden Menschen schützen“, teilte Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks am Donnerstag mit. Zudem würde so eine zusammenhängende Grünachse vom Volkspark bis zur Elbe sowie dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden.

Die Visualisierung zeigt, wie das Nordportal des Lärmschutzdeckels in Altona aussehen soll.

Die Visualisierung zeigt, wie das Nordportal des Lärmschutzdeckels in Altona aussehen soll.

Foto:

DEGES/V-KON.media

Neben dem Vorteil für die Anwohner soll sich auch die allgemeine Verkehrslage verbessern, indem die Staugefahr auf der A7 gemindert wird. Vor Beginn der Bauarbeiten habe die tägliche Auslastung bei rund 130.000 Fahrzeugen am Tag gelegen – viel zu hoch, erklärt Bernd Rothe, Bereichsleiter der Deutsche Einheit Fernstraßen- planungs- und -bau GmbH (DEGES). Mit einer Prognose von 145.000 Fahrzeugen pro Tag wird bei Nutzung des Tunnels sogar eine Zunahme erwartet, weshalb die Fahrbahn von sechs auf acht Fahrstreifen ausgebaut wird.

Bauprojekt in Altona: An der A7 sollen 3800 Wohnungen entstehen

Auf den angrenzenden Flächen, auf denen sich derzeit Kleingärten befinden, sollen insgesamt 3800 neue Wohneinheiten entstehen, davon 3000 im Stadtteil Altona. Die Kleingärten werden laut Plänen auf eine 19 Hektar große Fläche auf den Deckel verlagert. Auf dieser Fläche soll auch eine große Parkanlage entstehen.

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Die Vorarbeiten sind bereits in vollem Gange, bevor am 18. März die erste Hauptbauphase beginnen kann: Gestartet wird mit teilweisen Abbrucharbeiten an den drei Überquerungen, für die es eine 79 Stunden andauernde Vollsperrung geben wird. Bis die erste Tunnelröhre voraussichtlich 2026 befahrbar sein wird, bleiben die Reste der Brücken einspurig befahrbar.

Lärmschutzdeckel Altona kostet rund 790 Millionen Euro

Die Baukosten werden insgesamt mit rund 790 Millionen Euro kalkuliert. Die Kosten für die anschließende Begrünung des Tunnels sind dabei noch nicht inbegriffen. Hamburg trägt ein Viertel der Kosten und rechnet inklusive der Zuschläge mit einem Eigenanteil von 290 Millionen Euro. Der „Deckel Altona“ wird von der DEGES im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes geplant und realisiert.

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