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  • Die HAW hat ihren Hauptsitz am Berliner Tor. Die Hochschule prüft, ob eine Studentin exmatrikuliert werden kann, die Nazi-Parolen auf Sylt rief.
  • Foto: Imago/Stephan Wallocha/Screenshot X

„Ausländer raus“-Rufe auf Sylt: Hamburger Uni prüft Rauswurf von Studentin

Für eine junge Frau, die in dem Video vom Sylter Edel-Club „Pony“ mit rassistischen Parolen zu hören und zu sehen ist, hat der Vorfall jetzt weitere Konsequenzen: Eine Hamburger Hochschule hat ihr Hausverbot erteilt und prüft eine mögliche Exmatrikulation.

Wie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg am Montagabend mitteilte, wird aktuell geprüft, ob eine Studentin wegen des Vorfalls in dem Sylter Nobel-Club exmatrikuliert werden kann: Die junge Frau ist in dem kurzen Clip zu sehen, wie sie mit der Menge „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus! Ausländer raus!“ grölt. Die Präsidentin der Hochschule habe bereits zur weiteren Beratung einen Exmatrikulationsausschuss einberufen, teilt die HAW mit.

Nach Vorfall im „Pony“: Hausverbot für HAW-Studentin

Auch wenn die Hochschule einen möglichen Rauswurf der Studentin erst prüfen muss, hat der Vorfall bereits jetzt Konsequenzen für die junge Frau: „Die Studierende erhält ein zweimonatiges Hausverbot, das sich auch auf die Teilnahme von Lehrveranstaltungen erstreckt“, teilt die HAW in einem Statement in den sozialen Medien mit. An den Veranstaltungen der Anfang Juli endenden Vorlesungszeit wird die junge Frau also kaum noch teilnehmen können – unabhängig davon, ob der Exmatrikulationsausschuss ihren Rauswurf bewilligt oder nicht.

Im Statement der HAW heißt es: „Es liegt in unser aller Verantwortung, dass diese Hochschule ein Ort ist, an dem Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität willkommen sind. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen!“

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Um die Persönlichkeitsrechte der Studentin zu wahren, macht die HAW keine weiteren Angaben und nennt auch den Namen der jungen Frau nicht. Vermutungen legen aber nahe, dass es sich bei der HAW-Studentin um eben die junge Frau handelt, die auch für die Influencerin Milena Karl gearbeitet hatte. Diese stammt ebenfalls aus Hamburg und teilte nach der Veröffentlichung des rassistischen Videos mit, mit einer Person in dem Video zusammengearbeitet zu haben. Das Arbeitsverhältnis habe sie nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

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