„Überregional reisen“ ist gerade schwierig – deshalb zieht es Menschen aus Hamburg und dem Umland an die Elbstrände. Die Folge: Verkehrschaos. 
  • „Überregional reisen“ ist gerade schwierig – deshalb zieht es Menschen aus Hamburg und dem Umland an die Elbstrände. Die Folge: Verkehrschaos. 
  • Foto: Patrick Sun

Angst vor Corona-Sommer am Elbstrand: CDU will Nicht-Anwohner mit Schranken aussperren

Othmarschen/Blankenese/Rissen –

Wegen des großen Ansturms auf Hamburgs Strände hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion den Senat jetzt zum Handeln aufgefordert. Sie bezeichnete das Parkverhalten einiger Besucher als lebensgefährlich. Neben digitalen Lösungen fordert die CDU-Fraktion auch drastischere Maßnahmen: Elektronisch gesteuerte Schranken sollen künftig die Zufahrt zu Parkplätzen begrenzen.

In einem Antrag an den Senat bewertet die CDU-Fraktion den großen Touri-Ansturm auf die Elbstrände in Övelgönne, Blankenese und Wittenbergen, zu dem es wegen coronabedingten Einschränkungen von „überregionalen Reisemöglichkeiten“ komme, als große Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner. In den schmalen Straßen des Blankeneser Treppenviertels, „aber auch auf der Zuwegung des Wittenbergener Parkplatzes und den umliegenden, zum Parken zweckentfremdeten, Wegen“ komme es regelmäßig zu Verkehrschaos.

Gefährliches Verkehrschaos an Hamburgs Elbstränden? CDU fordert Begrenzung durch Schranken

Das stelle auch für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste ein Problem dar. „Einsatzfahrzeuge stecken auf dem Weg zu Hilfsbedürftigen fest, weil die Autos von Strandbesucherinnen und -besuchern die Zufahrtstraßen verstopfen“, heißt es in dem Antrag. Es sei deshalb nur eine Frage der Zeit, dass es aufgrund von zeitlichen Verzögerungen durch verstopfte Straßen beim Rettungseinsatz zu vermeidbaren Todesfällen komme, so die Fraktion.

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Zur Lösung des Problems haben die Abgeordneten zwei Vorschläge: Zum einen könne man den „Strandticker“ der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht zum Vorbild nehmen – eine Webseite, auf der die Auslastung von schleswig-holsteinischen Stränden durch ein Ampelsystem farblich dargestellt wird. Als zweite Option werden elektronisch gesteuerte Schranken genannt, die die Zufahrt zu Parkplätzen in Blankenese und Wittenbergen begrenzen sollen. Die Schranken würden sich nur noch für Anwohner, Taxen, Lieferverkehrs- und Einsatzfahrzeuge öffnen – gesteuert durch die Authentifizierungsmethode der „Kennzeichenerkennung“.

Bis spätestens zum 30. April fordern die Abgeordneten Gutachtenergebnisse und eine Kostenkalkulation vom Senat. 

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