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Ein Klassenzimmer mit Schulkindern vor einer Tafel
  • Die Idee kam von den Kindern selbst: Bußgeld, wenn kein Deutsch gesprochen wird (Symbolbild).
  • Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

An dieser Hamburger Schule gibt es eine Strafe, wenn kein Deutsch gesprochen wird

In den internationalen Vorbereitungsklassen am Louise Weiss Gymnasium in Hamm werden viele Sprachen gesprochen – aber wenig Deutsch. Um ihre Lernziele zu erreichen, haben die Kinder deshalb eine Vereinbarung getroffen: Wer kein Deutsch spricht, zahlt ein Bußgeld.

„Wir sind verschieden, aber wir gehören zusammen”, heißt es auf der Internetseite des Louise Weiss Gymnasiums. Etwa 650 Schüler:innen besuchen die sogenannte „Europaschule“ – einige von ihnen sind mit ihren Familien vor einem Krieg in ihrem Heimatland nach Deutschland geflohen. In internationalen Vorbereitungsklassen (IVK) lernen sie ein Jahr lang die deutsche Sprache, bevor sie ihrem Alter entsprechend eine Regelklasse besuchen. 

Gymnasium in Hamm: Deutschunterricht war nicht möglich

Das ist aber gar nicht so einfach: In den internationalen Vorbereitungsklassen nahmen Ukrainisch, Arabisch und Russisch in Gesprächen zwischen den Kindern immer wieder überhand. „Guter Deutschunterricht war so nicht mehr möglich”, sagt Pressesprecher Peter Albrecht von der Schulbehörde gegenüber der MOPO. 

Wie die „Bild“-Zeitung zuerst berichtete, haben die Kinder am Louise Weiss Gymnasium deshalb einen Pakt geschlossen: Wer während des Unterrichts kein Deutsch spricht, muss eine Geldstrafe zahlen: zehn Cent in die Klassenkasse. Zum Schuljahresende wollen die Schüler:innen das gesammelte Geld in der Eisdiele ausgeben.  

Die Idee: Wer nicht Deutsch spricht, zahlt zehn Cent

Die Schulbehörde begrüßt die Initiative: Lehrkräfte und Kinder seien ins Gespräch gekommen und hätten gemeinsam überlegt, wie das Problem zu lösen sei. „Der Vorschlag, den Wechsel in die eigene Muttersprache mit zehn Cent zu belegen, kam von den Schülerinnen und Schülern selbst. Alle fanden den Vorschlag gut”, sagt Albrecht.  

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Nach Angaben der Schulbehörde sind bis zum letzten Schultag vor den Sommerferien etwa drei Euro zusammengekommen. Damit beim Eisessen alle Schüler:innen etwas abbekommen, wollen die Lehrkräfte die Summe „etwas ergänzen“. (ps)

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