Projekt Falke Hamburg Flughafen
  • Eine Drohne des Projekts „Falke“ liegt auf einem Anhänger auf dem Gelände des Hamburger Flughafens.
  • Foto: dpa, Axel Heimken

Am Flughafen machen jetzt Drohnen Jagd auf Drohnen

Am Hamburger Flughafen sorgen nun Drohnen für mehr Sicherheit – und vertreiben Drohnen. Denn die kleinen Fluggeräte können für reichlich Ärger im Flugbetrieb sorgen, wenn Privatleute sie in Richtung des Airports steuern.

Das Projekt „Falke“ soll künftig verhindern, dass unerwünschte Fluggeräte die Abläufe am Airport stören. In einem Test hat sich das System zur Abwehr illegaler Drohnen am Flughafen Hamburg als erfolgreich erwiesen. Eine Abwehrdrohne habe eine andere Drohne über dem Flughafen mit einem Netz eingefangen und an einen sicheren Ort am Boden gebracht, erläuterte Projektleiter Gerd Scholl am Donnerstag bei der Vorstellung des Systems.

Hamburg: Projekt „Falke“ stoppt illegale Drohnen

„Falke“ wird vom Bundesverkehrsministerium mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Nach Abschluss der Entwicklung soll das System an allen deutschen Flughäfen einsetzbar sein. „Das von uns geförderte Projekt Falke schützt die Flughäfen wirksam vor illegal operierenden Drohnen. Das hat der erste Feldversuch eindrucksvoll bewiesen“, erklärte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).


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Die bis zu 120 km/h schnelle Abwehrdrohne kann Flugobjekte mittels Radar und Sensortechnik erkennen und mit einer Kamera erfassen. Gibt der Einsatzleiter den Befehl zum Abfangen, schießt ein Netz aus dem Fluggerät, das die illegale Drohne umhüllt.

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Das gefangene Objekt hängt danach an einem dünnen Seil an der Abfangdrohne. Ein „Abschießen“ wie im militärischen Bereich kommt nicht in Frage, weil das Einsatzgebiet in einer zivilen und meist bewohnten Umgebung liegt. (dpa/mp)

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