Rund ein Drittel der Hamburger hat einen Migrationshintergrund. Die meisten leben im Bezirk Hamburg-Mitte.
  • Rund ein Drittel der Hamburger hat einen Migrationshintergrund. Die meisten leben im Bezirk Hamburg-Mitte.
  • Foto: Statistikamt Nord

700.000 Menschen: Hier wohnen Hamburger mit Migrationshintergrund

Mehr als 1,8 Millionen Menschen leben in Hamburg — Tendenz steigend! Davon haben mehr als ein Drittel einen Migrationshintergrund. Wie eine Sonderauswertung des Melderegisters des Statistikamtes Nord zeigt, gibt es zwischen den Stadtteilen allerdings große Unterschiede.

Ende 2020 lebten fast 700.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg, das entspricht 36,7 Prozent. Dazu zählen in dieser Auswertung aber nicht allein die Einwohner, die erst vor kurzen in die Hansestadt gekommen sind, sondern auch diejenigen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren oder eingebürgert wurden.

Hamburg: Das sind die Stadtteile mit dem größten Migrationshintergrund

Kinder und Jugendliche mit deutscher Staatsbürgerschaft seien laut Statistikamt dazu gezählt worden, wenn mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund habe.

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Zu den Stadtteilen mit dem größten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund gehören demnach Billbrook mit 83,8 Prozent und die Veddel mit 74,5 Prozent. Dahinter kommen Neuallermöhe mit einem Anteil von 65,2 Prozent, Wilhelmsburg mit 60,8 Prozent, Billstedt mit 60,5 Prozent und Harburg mit 60,2 Prozent. Weiter geht es mit Rothenburgsort (57,1 Prozent), Hammerbrook (56,2 Prozent), Hausbruch (55,2 Prozent) und Horn (53,6 Prozent).

Rund ein Drittel der Hamburger hat einen Migrationshintergrund.
In diesen Hamburger Stadtteilen leben die meisten Kinder und Jugendlichen unter 18 mit Migrationshintergrund.

Hamburg: Hier wohnen die wenigsten Menschen mit Migrationshintergrund

Der hamburgweit niedrigste Anteil ist laut der Auswertung in den Stadtteilen Spadenland (10,1 Prozent), Reitbrook (11,5 Prozent), Altengamme (12,7 Prozent) und Kirchwerder (13,3 Prozent) zu finden, die alle im Bezirk Bergedorf liegen. Auch in Lehmsahl-Mellingstedt (17,8 Prozent), Sasel (18,5 Prozent) und Blankenese (19,8 Prozent) sind die Zahlen relativ niedrig.

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Bei den Bezirken liegt Hamburg-Mitte mit 51,3 Prozent an der Spitze. An zweiter Stelle steht Harburg mit einem Anteil von 48,1 Prozent, gefolgt von Bergedorf mit 39,3 Prozent. Bergedorf ist allerdings auch der Bezirk mit den wenigsten Einwohnern in Hamburg.

Auf Platz vier steht Altona mit 33,6 Prozent, auf Rang fünf Wandsbek mit 33,5 Prozent. Auf den letzten zwei Plätzen stehen Eimsbüttel mit 29,7 Prozent und Hamburg-Nord mit 28,9 Prozent. Außer in Bergedorf ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund seit 2012 in allen Bezirken angestiegen.

Aus diesen Länder kommen die meisten Menschen mit Migrationshintergrund

Betrachtet man die Statistik-Daten der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund, so landet der Bezirk Hamburg-Mitte auch hier auf Platz 1 — allerdings mit 72,6 Prozent. Besonders die Veddel mit 91,9 Prozent und Kleiner Graasbrook/Steinwerder mit 90,8 Prozent ragen heraus.

Rund ein Drittel der Hamburger hat einen Migrationshintergrund.
Auf der Veddel und in Kleiner Grasbrook/Seinwerder leben die meisten Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Zu den größten Bezugsländern der Hamburger mit Migrationshintergrund zählen die Türkei (95.290 Menschen), Polen (74.209 Menschen) und Afghanistan (47.779 Menschen).

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