Dieses historische Bild zeigt den Trog Mönkedammfleet. Im Hintergrund ist der Turm des Rathauses zu sehen.  
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  • Foto: Hamburger Hochbahn

14 Monate Bauarbeiten!: Vieles neu: Das ist der Plan für Hamburgs älteste U-Bahn-Linie

Es wird eine Mammut-Baustelle, von der rund 30.000 Fahrgäste am Tag betroffen sein werden: Der U3-Abschnitt zwischen Baumwall und Hauptbahnhof Süd wird für 14 Monate gesperrt! Los geht es im Februar. Die Hochbahn hat am Montag Einzelheiten zu der umfangreichen Baumaßnahme vorgestellt.

Die U3 war Hamburgs erste U-Bahnlinie, sie ging 1912 in den Betrieb. Grund für die nun anstehenden XXL-Bauarbeiten ist der Tunneltrog hinter der Baustelle am Rathaus, über den die U3 ans Tageslicht und dann hoch zur Haltestelle Rödingsmarkt fährt. Er muss nach 100 Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. 

Bild historisch Trog Mönkedammfleet

Dieses historische Bild zeigt den Trog Mönkedammfleet. Im Hintergrund ist der Turm des Rathauses zu sehen.  

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Hamburger Hochbahn

„Das ist ein sehr anspruchsvolles Projekt“, sagt Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der Hochbahn. Die Eichenpfähle, auf denen der Tunneltrog steht, haben mit den Jahren an Stärke verloren, sie werden durch 100 Stahlpfähle ergänzt. Die Herausforderung: Der Tunneltrog liegt komplett im Wasser, deshalb muss für die Arbeiten der Wasserspiegel des Mönkedammfleets gesenkt werden. Anschließend werden die Wände und die Sohle abgerissen und die neuen Mikropfähle im  Untergrund verankert. Danach stehen die Fertigstellung der Sohle und der Aufbau des Trogs an. 

Tunnelstelzen

Die Eichenpfähle unter dem Tunnel sind dünner geworden, sie werden nun ersetzt. 

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Hamburger Hochbahn

U3 in Hamburg: Sperrung ab Februar wegen Bauarbeiten

Los geht es mit der Sperrung am 1. Februar. Bis Ende März 2022 ist der U3-Verkehr auf diesem Abschnitt unterbrochen. Einen Ersatzverkehr mit Bussen wird es nicht geben, denn es gibt auf der Strecke genügend Busverbindungen sowie weitere Verbindungen mit S- und U-Bahnen. Vor der Corona-Pandemie waren täglich rund 60.000 Gäste auf der Strecke unterwegs, derzeit sind es rund die Hälfte. 

Aufzug Mönckebergstraße

Die U3-Haltestelle Mönckebergstraße bekommt neue gläserne Aufzüge. 

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Hamburger Hochbahn

Abseits der XXL-Baustelle führt die Hochbahn weitere Baumaßnahmen durch. An der Haltestelle Rödingsmarkt sind diverse Arbeiten geplant, unter anderem die Sanierung der Treppen und die Verlängerung der Bahnsteigerhöhung. Außerdem werden die Haltestellen Mönckebergstraße und Rathaus barrierefrei umgebaut, unter anderem sind Fahrstühle geplant. Deshalb wird die Mönckebergstraße in Höhe Levantehaus ab März für den fließenden Verkehr für sechs Monate gesperrt, Busse werden über die Steinstraße umgeleitet. 

Weitere Baumaßnahmen: Der 100 Jahre alte U-Bahn-Tunnel zwischen Mönckebergstraße und Adolphsplatz wird saniert, fünf Viadukte instand gesetzt (Brücke Willy-Brandt-Straße, Rödingsmarkt, Graskelle, zwei am Mönkedammfleet) und zwischen den Haltestellen Rathaus und Rödingsmarkt Schienen und Schwellen ausgetauscht. 

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Gesamtkosten der Maßnahmen: 86 Millionen Euro. Ursprünglich war eine 18-monatige Sperrung der Strecke geplant, durch einige technische Kniffe konnte sie auf 14 Monate reduziert werden.

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Auf der Linie U3 wird es bald eine 14-monatige Sperrung geben.

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imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer

Die CDU hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) laut „Abendblatt“ bereits im Vorfeld vorgeworfen, die Bauarbeiten zu nutzen, um Verkehr aus der City zu verdrängen. Eine Beschleunigung der Arbeiten sei nötig. Der Senator wies die Kritik zurück. Es sei ein zentrales Anliegen, Bauarbeiten so kurz wie möglich zu gestalten. 

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