Thorsten Warnecke und seine Schwester Daniela Kirma in ihrem Pressefachgeschäft. “Moin im Moorweg" heißt es
  • Thorsten Warnecke und seine Schwester Daniela Kirma in ihrem Pressefachgeschäft „Moin im Moorweg“ in Wedel.
  • Foto: Volker Schimkus

Ein Kiosk für die Moorwegsiedlung

Die heutige „Superdealer-Tour“ führt mich nach Wedel. Die Stadt mit knapp 35 000 Einwohnern gehört zum Kreis Pinneberg und hat einiges zu bieten. Die größte Attraktion ist sicherlich die Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm-Höft“ in Schulau. Seit 1952 werden von hier aus Schiffe begrüßt, die den Hamburger Hafen anlaufen, heute sind das rund 50 täglich. Gleich daneben befindet sich der Hamburger Yachthafen, der größte in Norddeutschland, mit 2000 Liegeplätzen. Und seit mehr als 500 Jahren kommen im Frühjahr Viehhändler aus Norddeutschland zum „Wedeler Ochsen- und Frühjahrsmarkt“, nach alter Tradition besiegelt man das Geschäft mit einem Handschlag. 

Im Moorweg 2 treffe ich Thorsten Warnecke und seine Schwester Daniela Kirma in ihrem Pressefachgeschäft. „Moin im Moorweg“ heißt es und ist eine Mischung aus Kiosk und Café. „Ihr Laden ist sehr schön, es ist alles so hell und freundlich geworden, gut dass Sie jetzt da sind“, stellt eine Kundin, die gerade Brötchen kauft, begeistert fest. Zwei Jahre war der Kiosk geschlossen, eine kleine Katastrophe für die Moorwegsiedlung, einem reinen Wohngebiet. 

 „Es fehlte hier ein Laden, in dem man die wichtigen Dinge für den Alltag s muss weg kaufen kann. Wir haben den Kiosk liebevoll umgebaut und im Oktober 2021 wieder eröffnet“, erzählt Daniela, die auch selbst in der Siedlung wohnt. Grün-, Braun- und Grautöne dominieren bei der Inneneinrichtung, an den Fenstern stehen schöne Holzbänke, laden ein, Kaffee und Kuchen zu genießen. „Bei vielen Produkten setzen wir auf Regionales. Die Eier kommen vom Hof Schüder aus Haselau, Milch vom Hof Kruse aus Rellingen, Brot und Backwaren vom örtlichen Bäcker Hackradt. Getränke, Weine, Spirituosen, Lotto, einen Hermes Shop, Tabak und demnächst auch Schreibwaren komplettieren das Angebot”, ergänzt Thorsten, der mit seiner Schwester zusammen auch den Kiosk am Bahnhof Wedel, im Kronskamp 21 und in der Bahnhofstraße 60 betreibt. „Sieben Tage in der Woche stehen wir mit Freude und Lust in unserem Geschäft. Aber an den Spieltagen vom FC St. Pauli findet man uns als Dauerkartenbesitzer in der Nordkurve. Für uns ist der Tag wie Urlaub. Am schönsten ist dann der Morgen nach dem Spiel, wenn „HSV-Kunden“ einkaufen, da wird immer viel geschnackt“, stellt Thorsten mit einem Lächeln im Gesicht fest.  

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