• Dietmar Demuth Ende 2018 als Trainer von Chemie Leipzig
  • Foto: imago/Beautiful Sports

Zu spät!: Aufstiegsheld Didi Demuth bekommt kein Ticket vom FC St. Pauli

Dietmar Demuth (65) ist mit dem FC St. Pauli zweimal als Spieler (1977 und 1988) und einmal als Trainer (2001) in die Bundesliga aufgestiegen. Am Freitag wollte er sich das Dresden-Spiel ansehen, bekam aber vom Kiezklub keine Karte zur Verfügung gestellt.

„Didi“, zuletzt bei Chemie Leipzig und derzeit ohne Trainer-Job, rief Freitagmittag Präsident Oke Göttlich an, der ihn an Sportchef Andreas Bornemann verwies: „Der sagte mir, dass die Deadline am Donnerstag um 13 Uhr abgelaufen ist.“

Demuth entdeckte die Kollaustraße für den FC St. Pauli

Demuth, der das Trainingszentrum für die Jugend am Brummerskamp mit auf den Weg brachte und das für die Profis an der Kollaustraße für St. Pauli entdeckte, vermisst ein wenig die Wertschätzung verdienter Spieler: „Das Kontingent für die Traditionsmannschaft war aufgebraucht. Da bin ich zu spät gekommen. Aber ich lebe in Potsdam, kann aufgrund meiner persönlichen Situation Hamburg-Besuche nur spontan planen. Ich will kein Theater, frage mich nur, was passieren würde, wenn Uwe Seeler oder der Bürgermeister spontan ans Millerntor kommen möchten.“

Das könnte Sie auch interessieren: Kommentar zu den Ausschreitungen am Millerntor: Der DFB muss Gewalt und Rassismus schärfer sanktionieren

Demuth sah sich Niederlage der U23 gegen Lübeck an

Weil Demuth (spielte von 1967 bis 1979 für die Braun-Weißen) durch und durch St. Paulianer ist, unterstützte er am Freitagabend die U23 moralisch, sah das 1:2 gegen Lübeck im Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt. Auch die St. Pauli-Amateure hatte er von 1990 bis 1992 trainiert und zum Aufstieg geführt. Den Profis wünscht er ein Happy-End im Abstiegskampf: „Ich drücke fest die Daumen, von einem Abstieg in die 3. Liga würde man sich nur schwer erholen.“

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp