Ilkay Gündoğan im DFB-Dress.
  • Ilkay Gündogan stellt sich schützend vor seine Kollegen.
  • Foto: imago/Avanti

Sollten sich Spieler politisch äußern? Gündogan positioniert sich klar

Nationalspieler Ilkay Gündoğan hat vor der Abreise zur WM in Katar um Verständnis geworben, falls sich Fußballer nicht zu politischen Themen äußern wollen.

„Die Mannschaft und damit natürlich auch ich finden es schlimm, wenn Menschen Unrecht erleben müssen. Und selbstverständlich setzen wir uns immer für Menschenrechte ein“, sagte der 32 Jahre alte Profi von Manchester City in einem Interview mit dem „Kicker“ (Montag).


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Als Spieler habe man aber keinen Einfluss auf die Vergabe des Turniers nach Katar gehabt. „Dementsprechend finde ich es auch schwierig, sich immer wieder über politische Dinge zu äußern. Das mögen vielleicht einige, aber viele tun sich damit schwer. Man sollte es akzeptieren, wenn sich Spieler dazu dann auch eher nicht im Detail äußern wollen und den kompletten Fokus auf den Fußball legen wollen“, sagte Gündoğan.

DFB soll Spieler bestmöglich informiert haben

Er habe das Gefühl, der DFB habe das Bestmögliche getan, um die Spieler zu informieren. „Ich glaube, es ist schon jedem bewusst, dass das ganze Thema heikel und prekär ist.“

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WM-Gastgeber Katar steht unter anderem wegen der Verletzung von Menschenrechten und dem Umgang mit Migranten massiv in der Kritik. Boykott-Forderungen kann Gündoğan nichts abgewinnen, „weil ich Fußballer bin und eine WM für einen Sportler eines der größten Dinge der Karriere überhaupt ist. Darauf zu verzichten, weil die FIFA damals solch eine Entscheidung getroffen hat, sollte nicht in meiner Verantwortung liegen“, erklärte er. (dpa/dhe)

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