Dortmunds Giovanni Reyna im Trikot der Nationalmannschaft der USA
Dortmunds Giovanni Reyna im Trikot der Nationalmannschaft der USA
  • Giovanni Reyna meldet sich nach seinem Beinahe-Rauswurf aus der Nationalmannschaft zu Wort.
  • Foto: imago/Uwe Kraft

„Äußerst überrascht“: BVB-Star spricht über Fast-Rauswurf aus US-Team

Nach Medienberichten über seinen Beinahe-Rauswurf aus der US-Nationalmannschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar hat sich BVB-Profi Giovanni Reyna zu Wort gemeldet – und dabei sowohl eigene Fehler eingeräumt als auch Kritik an Nationaltrainer Gregg Berhalter geübt.

„Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und ich gebe zu, dass ich mich ein paar Tage lang von meinen Gefühlen leiten ließ“, schrieb der 20-Jährige am Montag auf Instagram.

Kurz vor der WM habe ihm Berhalter mitgeteilt, dass seine Rolle beim Turnier begrenzt sein werde, berichtete Reyna. „Ich war am Boden zerstört“, gab der offensive Mittelfeldspieler zu. Diese Stimmungslage habe seine Trainingsbereitschaft zwischenzeitlich beeinflusst.

Reyna zeigt sich enttäuscht vom Stab der US-Auswahl

Dafür habe er sich jedoch entschuldigt – und Berhalter sowie seine Mitspieler hätten ihm verziehen. „Danach schüttelte ich meine Enttäuschung ab und gab auf und neben dem Spielfeld alles, was ich konnte“, so Reyna.
Während des Turniers hatten US-Medien Kritik an Berhalter wegen der mangelnden Einsatzzeit des Dortmunder Bundesligaprofis geübt. Reyna stand in keinem Spiel in der Startformation und kam zunächst nur für sieben Minuten gegen England (0:0) aufs Feld. Bei der Niederlage im Achtelfinale gegen die Niederlande (1:3) bestritt Reyna die gesamte zweite Halbzeit.

Wie Berhalter nach dem Turnier-Aus bei der Rede vor einer Gesellschaft zur Förderung von Führungskräften berichtete, habe es bei der WM im US-Team „einen Spieler“ gegeben, „der unsere Erwartungen auf und neben dem Feld eindeutig nicht erfüllt hat“. Er und sein Stab hätten „stundenlang zusammengesessen und beraten, was wir mit diesem Spieler tun. Wir waren bereit, ihm ein Flugticket nach Hause zu buchen, so schlimm war es“, sagte er.


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Dass „jemand aus dem Stab der US-Auswahl“ dazu beitragen habe, dass die internen Reibereien an die Öffentlichkeit gerieten, habe ihn „enttäuscht“ und „äußerst überrascht“, erklärte Reyna darauf. Er sei der Meinung, dass die „Dinge, die innerhalb einer Mannschaft geschehen, privat bleiben sollten“. Das habe auch Berhalter stets betont.

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Borussia Dortmunds Sportchef Sebastian Kehl hat sich in den Diskussionen klar hinter seinen Spieler gestellt. „Die Inhalte der Berichterstattung über Gio Reyna haben uns in den letzten Tagen schon sehr gewundert“, sagte Kehl der Deutschen Presse-Agentur. Er genieße die „totale Unterstützung“.

Der BVB reagiert mit Unverständnis auf die Berichterstattungen

„Er hat eine wirklich schwierige Zeit mit mehreren Verletzungen hinter sich. Wir kennen den Jungen seit vielen Jahren, obwohl er erst 20 ist. Wir erleben ihn als guten Typen, der professionell arbeitet und in der Kabine ein geschätzter Teamkollege ist“, sagte der Sportchef: „Dass dies nach einigen wenigen Tagen in Katar nun grundsätzlich in Zweifel gezogen wird, ist für uns beim BVB nicht nachvollziehbar und wird Gio Reyna nicht gerecht.“ Man freue sich in Dortmund schon darauf, „Gio ab Anfang Januar wieder bei uns zu haben und gemeinsam mit ihm angreifen zu können“.

Die negativen Schlagzeilen möchte auch Reyna nun schnell hinter sich lassen: „Ich liebe mein Team, ich liebe es, mein Land zu vertreten, und ich konzentriere mich jetzt nur noch darauf, mich als Fußballer und Mensch zu verbessern und zu wachsen.“ Die USA sind Mitausrichter der WM 2026. (sid/nswz)

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