Gerangel um den Ball beim letzten deutschen WM-Test gegen Österreich am Sonntag
  • Gerangel um den Ball beim letzten deutschen WM-Test gegen Österreich am Sonntag
  • Foto: imago images/Herbert Bucco

WM-Aus für Tschechien!: So schützen sich die deutschen Handballer in Ägypten vor Corona

Kaum waren die deutschen Handballer bei sommerlichen 27 Grad in Kairo gelandet, wurden sie noch auf dem Rollfeld zum ersten Corona-Test gebeten. Bei der WM in Ägypten muss die DHB-Auswahl nicht nur sportliche Herausforderungen meistern, sondern auch mit ganz besonderen Bedingungen klarkommen. „Alle haben Corona im Hinterkopf“, sagt Kapitän Uwe Gensheimer.

Denn das Virus bestimmt schon vor der Ankunft einiger Teilnehmer die Schlagzeilen. Das US-Team vermeldete 18 Corona-Fälle, der deutsche Gegner Kap Verde sieben infizierte Spieler oder Betreuer. Heute sollen zwölf gesunde Amerikaner nach Ägypten fliegen, dazu Spieler nachnominiert werden.

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Für die Tschechen ist das Turnier dagegen vorbei, bevor es begonnen hat – sie wurden vom Weltverband nach „mehr als zehn“ Fällen ausgeschlossen und durch Nordmazedonien ersetzt. 

Die deutsche Mannschaft wurde derweil kurz nach ihrer Landung von einem Sonderbus in ein Luxushotel unweit der weltberühmten Pyramiden von Gizeh gefahren. Das Fünf-Sterne-Haus bildet mindestens für eine Woche den Lebensmittelpunkt von Spielern und Trainerteam. 

Verlassen dürfen sie es nur, um zu trainieren oder ihre Vorrunden-Partien gegen Uruguay (Freitag), Kap Verde (Sonntag) und Ungarn (Dienstag) zu bestreiten. Das „Blasenkonzept“ war die wichtigste von vielen Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers.

Handball-WM: Deutsche Spieler alle zwei Tage auf Corona getestet

Der Covid-19-Vorsorgeplan sieht vor, dass die deutschen Spieler in Ägypten mindestens alle zwei Tage auf Corona getestet werden. „Die Labore in Ägypten arbeiten sehr schnell zu“, berichtet DHB-Sportvorstand Axel Kromer: „Entgegen dem Standard in Deutschland kommen die Ergebnisse innerhalb von drei Stunden.“

„In Supermärkten, wo Leute teilweise noch immer ohne Maske unterwegs sind, ist es unsicherer als in unserer Blase“, sagt der deutsche Torwart Andreas Wolff.

Handball-WM: Das sind die Favoriten in Ägypten

Sportlich betrachtet ist die deutsche Auswahl beim Turnier ohne Zuschauer angesichts der Absage von sieben Stammspielern bestenfalls ein Geheimfavorit. Am höchsten gewettet werden Dänemark, Frankreich, Norwegen und Spanien. Das Mega-Turnier mit 32 Mannschaften kommt langsam in Fahrt: Aus den acht Vorrunden-Gruppen kommen je drei der vier Mannschaften weiter, ihre Spielergebnisse werden für die Zwischenrunde übernommen. 

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Dort würden auf die deutsche Auswahl mit Spanien, Polen und Tunesien oder Brasilien schon andere Kaliber warten. Von sechs Mannschaften kommen nur zwei ins Viertelfinale, ab dem im K.o.-Modus gespielt wird. Das Finale findet am 31. Januar in Kairo statt. Das Eröffnungsspiel bestreiten dort am Mittwoch (18 Uhr) die Gastgeber und Chile.

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