HSV-Knipser Simon Terodde (l.) beglückwünscht Amadou Onana nach dessen Treffer zum 1:0.
  • HSV-Knipser Simon Terodde (l.) beglückwünscht Amadou Onana nach dessen Treffer zum 1:0.
  • Foto: WITTERS

„Wir sind sehr erleichtert”: Endlich! Der HSV holt sich in Bochum die Big Points

Sie können es doch noch – und wie! Nach fünf sieglosen Spielen in Folge setzte der HSV ausgerechnet beim Spitzenreiter ein gewaltiges Zeichen im Aufstiegskampf und heftete sich an dessen Fersen. Das 2:0 (1:0) beim VfL Bochum sorgte für unglaubliche Erleichterung im Hamburger Lager.

Mit einem lauten „Jaaaaaaa“ begleiteten sie den Schlusspfiff, der dann im aufkommenden Jubel unterging. Geschafft! Für die Profis des HSV gab es kein Halten mehr, als das Werk vollbracht war. Kein glanzvoller Sieg, sondern einer des Willens, genau das machte ihn besonders wertvoll.

Vor Topspiel in Bochum: Viel Druck für den HSV

Dabei waren die Vorboten alles andere als mutmachend. Mit krachenden Lauten wurde der HSV empfangen, als er mit zwei Teambussen am Ruhrstadion vorfuhr. Donner, Platzregen und Hagel als himmlische Zeichen und letzte Warnung zugleich. Denn die Losung stand: Verlieren verboten, lautete sie, ansonsten wäre der VfL auf acht Punkte enteilt und außer Sichtweite.

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HSV-Trainer Thioune vertraute mit einer Ausnahme der Mannschaft, die am vergangenen Montag gegen Kiel (1:1) so stark auftrumpfte. Einzig Onana ersetzte zentral-defensiv den verletzten Kinsombi. Ein Wechsel aus der Not heraus, der sich als totaler Glücksfall herausstellen sollte.

Onana sorgt in Bochum für überraschende HSV-Führung

So zäh der Beginn dieses Spitzenspiels war, so sehr nahm die kampfbetonte Partie nach etwa 25 Minuten Fahrt auf. Bis dahin bissen sich beide Teams aneinander die Zähne aus. Dann segelte Hunts Freistoß in den VfL-Strafraum und Onana schob mit links zur etwas überraschenden HSV-Führung ein (28.).

Die Erleichterung nach dem Sieg in Bochum war groß beim Hamburger SV.

Die Erleichterung nach dem Sieg in Bochum war groß beim Hamburger SV.

Foto:

WITTERS

Es war der Startschuss zu einer hektischen Phase, die ein schnelles Opfer forderte. Bochums Blum trat Onana frustriert und komplett unnötig  von hinten in die Beine. Schiedsrichter Brych, der nicht weit entfernt stand,  nestelte sofort an seiner Hintertasche und zückte die Rote Karte (35.).

Bochum in Unterzahl, HSV nutzt Vorteil kaum

Glück für den VfL, dass kurz nach der Pause nicht auch noch Soares gehen musste. „Bist Du blind oder was?“, herrschte der Abwehrmann den Linienrichter an (54.).  Und hatte Glück, dass dieser zumindest schwer zu hören schien.

Der HSV tat sich schwer damit, die Überzahl zu nutzen, hielt den VfL aber zumindest davon ab, gefährlich in den Strafraum zu kommen. Pantovic’ Chance bildete die Ausnahme (83.).

HSV-Joker sichern Sieg in Bochum

Und dann gelang er, der entscheidende Schlag! Weil drei Joker stachen: Jung behauptete den Ball, Wintzheimer steckte auf Narey durch und der drosch die Kugel ins rechte Eck – das 2:0 für den HSV (89.).

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Der Rest war Jubel. „Wir sind sehr erleichtert, denn wir wussten, dass es schwer wird“, erklärte Narey. „Wir haben uns zuletzt nicht belohnt, deswegen sind wir umso glücklicher.“

HSV: Der Traum vom Aufstieg lebt

Der HSV kann also doch noch siegen. Ab sofort dürfen die Fans wieder deutlich stärker von der Rückkehr in die Bundesliga träumen.

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