Im Hinspiel erkämpften sich Khaled Narey (l.) und der HSV einen 3:1-Sieg nach einem Pausenrückstand.
  • Im Hinspiel erkämpften sich Khaled Narey (l.) und der HSV einen 3:1-Sieg nach einem Pausenrückstand.
  • Foto: WITTERS

„Wir können von uns sehr viel erwarten“: HSV reist mit breiter Brust zum Schlusslicht

Die Favoritenrollen, selten waren sie so klar verteilt, wie vor diesem Spieltag. Der HSV, der als Tabellenführer in den Spieltag geht, muss beim Schlusslicht aus Würzburg ran. Nach zuletzt zwei Remis in Folge wollen die Hamburger in Unterfranken wieder dreifach punkten.

Halten die Hamburger Nerven? Es dürfte ein heißer Ritt werden, bei den Kickers. Würzburg, das zuletzt zweimal von krassen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen benachteiligt wurde und vor Wut schäumt, wehrt sich im Abstiegskampf nach allen Kräften, holte im Winter sechs Neue.

HSV darf nicht stolpern! Thioune: „Das ist unsere Erwartung“

Und dennoch, das gibt auch HSV-Trainer Daniel Thioune zu, sind die Rollen klar verteilt. „Wenn man gegen den Tabellenletzten spielt, dann geht es um die Erwartungshaltung“, sagte der 46-Jährige und erklärte: „Ich finde es normal, dass man als Erster diese Erwartung hat, dass man beim Letzten nicht stolpert.“

So wie es zuletzt Absteiger Fortuna Düsseldorf erging, der in der Flyeralarm-Arena mit 1:2 verlor. Der HSV ist inzwischen elf Spiele in Serie ungeschlagen, dementsprechend hoch ist das Selbstvertrauen.

Absteiger Düsseldorf patzte in Würzburg

„Wir können von uns sehr viel erwarten“, sagte Thioune und erklärte, den Blick auf die Tabelle während der Partie auszuklammern. „Ich sehe die 90 Minuten völlig isoliert und nicht vom Tabellenstand aus.“

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Angesprochen auf den Druck, der nach dem aus der Hand gegebenen Spiel in Aue (3:3), den vergebenen Chancen gegen Fürth (0:0) und den gleichzeitigen Siegen der Konkurrenten entstanden ist – und bei einem Punktverlust in Würzburg nicht kleiner werden dürfte – sagte der Trainer: „Vom ersten Spieltag an war es eine große Herausforderung.“

Guter Kickers-Auftritt im Volkspark

Dass diese auch beim Aufsteiger bevorsteht, wissen die Hamburger. Im Hinspiel dominierten die Kickers 45 Minuten lang im Volkspark, lagen 1:0 vorne. Erst dank eines Kraftaktes im zweiten Abschnitts blieben die Zähler in Hamburg (3:1).

Die Lehre: Nachlassen wird im Aufstiegsrennen bitter bestraft.  „Wir hätten letzte Woche einen ordentlichen Schritt machen können. Es ist eine Saison der Wahrheit“, sagte Thioune vor dem Würzburg-Spiel, dem das Stadtderby gegen St. Pauli und die Topduelle mit Kiel und  Bochum folgen. „Wir müssen wieder Siege holen, das ist wichtig für unser Gefühl.“

Am besten schon am Sonntag in Würzburg. Ansonsten droht das Hamburger Nervenkostüm mächtig ins Flattern zu kommen. Mal wieder.

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