Doppel-Torschütze Sonny Kittel feiert zusammen mit Kapitän Tim Leibold.
  • Doppel-Torschütze Sonny Kittel feiert zusammen mit Kapitän Tim Leibold.
  • Foto: WITTERS

„Wir brechen nicht ein“: Diese Ansage des HSV dürfte der Konkurrenz nicht schmecken

Ist der HSV im dritten Anlauf endlich reif für die Rückkehr in die Bundesliga? Ernsthafte Zweifel dürfte es aktuell nur geben, wenn man in die eigene Vergangenheit schaut. Bekanntlich sah es in den beiden vergangenen Jahren auch lange Zeit gut aus, doch dann wurde auf der Zielgeraden alles wieder verspielt. Diesmal soll es anders laufen.

Mit dem 3:1 gegen Paderborn baute der HSV am Samstag seine Serie von Spielen in Folge ohne Niederlage auf neun aus. Dazu stolperte am Sonntag dann auch noch mit dem VfL Bochum (1:2 gegen Karlsruhe) einer der Top-Verfolger. Mit vier Punkten Vorsprung und dem besten Torverhältnis der Liga führen die Hamburger nun nach 19 Spieltagen die Tabelle der Zweiten Liga an.

Sportdirektor Mutzel: So ist der HSV schwer zu stoppen

„Wir sind gut dabei“, sagt Sportdirektor Michael Mutzel, der von der Mannschaft am Samstag gegen einen unangenehmen Gegner aus Paderborn eine sehr reife Leistung gesehen hatte. „Gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir aktuell in einer guten Verfassung sind und auch immer noch mal zulegen können. Wenn wir es so machen, dann sind wir nur schwer zu bespielen.“

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Der entscheidende Punkt wird nun sein, dass nicht nachgelassen wird. Und genau das war am Sonntag im Volkspark dann direkt auch ein Thema. Nach dem Erfolg gegen Paderborn bekam die Mannschaft nicht zwei Tage frei. Es folgte eine längere Videoanalyse, bei der explizit auch die Fehler aus dem Paderborn-Spiel angesprochen wurden. Mutzel: „Keiner ruht sich aus und sagt, jetzt läuft es gut. Genau das Gegenteil wird gemacht. Jetzt müssen wir noch ein bisschen mehr machen, damit wir noch stabiler werden und dann hoffentlich auch nicht mehr stolpern.“

Selbstbewusst zum nächsten Gegner nach Aue

Der HSV bleibt auf dem Gaspedal. Am Freitag soll in Aue der nächste Schritt folgen. Ein ungemütlicher Gegner und womöglich auch ein holpriger Rasen werden erwartet. „Es kommen jetzt auch noch Aufgaben, die nicht so schön sind wie hier zu Hause. Freitagabend in Aue ist nicht das angenehmste Spiel. So wie wir im Moment performen, fahren wir dort aber total selbstbewusst hin“, sagt Mutzel, der aufgrund der hohen körperlichen Belastung keinen Einbruch befürchtet. „Oft ist der Kopf entscheidend und wir haben auch einen breiten Kader. Dass wir einbrechen, glaube ich nicht. Wir wollen noch mal eins drauflegen.“

Paderborn-Coach Baumgart glaubt an einen HSV-Aufstieg

Dass der HSV das kann, war in der zweiten Halbzeit gegen Paderborn zu sehen.  Auch Gäste-Coach Steffen Baumgart war angetan. Vor zwei Jahren hatte er die Hamburger mit Paderborn trotz zwölf Punkten Rückstand nach 19 Spieltagen noch auf der Zielgeraden überholt. Nun sagt er: „Ich halte den HSV in diesem Jahr für sehr stabil und klar. Sie spielen nicht nur gut Fußball, sondern sie verteidigen auch sehr gut. Sie gehen bis an die Grenzen, das ist wichtig, wenn du aufsteigen willst.“

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