• Stephan Ambrosius könnte gegen Aue im HSV-Kader stehen.
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Wer ersetzt Leistner?: Ambrosius nach Corona wieder fit und eine von vier HSV-Optionen

Das 1:0 (1:0) des HSV in Fürth war, da waren sich alle Beteiligten einig, kein glanzvoller Erfolg. Es war ein hart umkämpfter Arbeitssieg mit einer gehörigen Portion Moral – und einem hohen Preis: Wegen des Platzverweises für Toni Leistner muss Trainer Daniel Thioune seine Abwehr in der englischen Woche erneut umbauen.

Neben Leistner fehlen dem HSV am Mittwoch gegen Erzgebirge Aue (18.30 Uhr) wohl weiterhin zwei Außenverteidiger. Dass Tim Leibold (Zerrung) und Josha Vagnoman (Außenbandriss) zum Einsatz kommen können, ist sehr unwahrscheinlich.

HSV-Verteidiger kehrt nach Coronainfektion wohl zurück

Umso wichtiger: Stephan Ambrosius steht nach seiner Coronainfektion vor der Rückkehr in den Kader. Am Sonntag trainierte der Innenverteidiger zusammen mit Leo Oppermann, Jonas David und Xavier Amaechi wieder mit dem Ball. Läuft alles glatt, ist der 21-Jährige gegen Aue wieder dabei. Wichtig für den HSV, denn ansonsten gehen die Alternativen allmählich aus.

Gideon Jung, der seinen Job in Fürth ordentlich machte, wird seinen Platz in der Innenverteidigung behalten. Links dürfte Moritz Heyer erneut gesetzt sein.

HSV-Trainer Thioune lobt Profis

In Fürth rückte Heyer nach dem Platzverweis nach innen, Khaled Narey, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Siegtreffer erzielte, reihte sich in die Abwehrkette ein. Eine Notlösung, die aufging. „Es haben sich in Fürth einige positionsfremd wiedergefunden“, erklärte Thioune. Der Masterplan des Trainers, er ging auf. „Jeder hat seine Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt, was die Mentalität angeht“, lobte der Trainer und wusste dennoch: „Spielerisch war es ausbaufähig.“

In Fürth hielt die HSV-Verteidigung die Null.

In Fürth hielt die HSV-Verteidigung die Null.

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Und dennoch. Der Ligastart, er ist vollends geglückt. Drei Spiele, neun Punkte. So einen Traumstart gab es beim HSV zuletzt in der Bundesliga-Saison 1974/75. Ein Grund für übertriebene Euphorie, das wissen die HSV-Bosse, ist die erreichte Maximalausbeute aber natürlich nicht. „Wir sind dankbar und froh“, sagte Thioune, der sich gedanklich schon mit der nächsten Aufgabe befasst.

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Und der Frage, wie das Leistner-Loch gestopft wird. Ist Ambrosius fit für einen Startelfeinsatz? Bekommt der junge Jonas David eine weitere Bewährungschance? Auch einer der beiden Mittelfeld-Ausputzer Amadou Onana oder Klaus Gjasula könnte eine Position nach hinten gezogen werden.

Probiert der HSV die Dreierkette?

Bliebe als Option noch die Umstellung auf die Dreierkette, mit zwei offensiven Außen. So testete Thioune es in der Länderspielpause gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia – es setzte allerdings drei Gegentore. Viele Fragen, die Thioune zu lösen hat – und dafür nur wenig Zeit. Schon am Mittwoch werden die Hamburger enorm gefordert sein – das ebenfalls noch ungeschlagene Aue könnte mit einem Sieg am HSV vorbeiziehen.

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