11. Oktober 2016: Joachim Löw wechselt Kevin Volland beim WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland in Hannover ein.
  • 11. Oktober 2016: Joachim Löw wechselt Kevin Volland beim WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland in Hannover ein.
  • Foto: imago/Jan Huebner

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“: Duo empfiehlt sich für Rückkehr zu Löw

Geht es bei der Nominierung für die Nationalmannschaft allein um Leistungen in dieser Saison wird der Bundestrainer an zwei Spielern kaum vorbeikommen, die zuletzt bei ihm keine Rolle spielten, in ihren Vereinen aber mit Nachdruck für sich werben. Und ihre Trainer empfehlen Joachim Löw, dass er Kevin Volland und Maximilian Arnold im Frühjahr nicht vergessen solle.

Trainer Niko Kovac von der AS Monaco hat eine klare Meinung, wenn es um seinen Stürmer Kevin Volland geht. „Für mich ist er mit der Art und Weise, wie er Fußball spielt, ein Spieler für die Nationalmannschaft. Kevin ist der einzige deutsche typische Mittelstürmer. Wie es Miroslav Klose war“, sagte Kovac bei Sport1.

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Nico Kovac (li.) und Kevin Volland arbeiten aktuell beim AS Monaco zusammen.

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Volland hatte das letzte seiner zehn Länderspiele (ein Tor) im November 2016 in Italien (0:0) bestritten. Im vergangenen Sommer wechselte er von Bayer Leverkusen nach Monaco, wo er in 23 Ligaspielen zwölf Tore erzielte und acht vorbereitete. Der frühere Hoffenheimer sei ein „Sechser im Lotto“, sagte Kovac.

Kovac bringt Volland bei Löw ins Gespräch

„Er ist ein Stoßstürmer, der seinen Körper einbringen und viele Tore erzielen und vorbereiten kann. Er ist auch nicht zu alt, im Gegenteil. Er befindet sich mit 28 Jahren im besten Alter, um in diesem Jahr die Europameisterschaft für Deutschland spielen zu können“, meinte der Coach. Bei Volland „weiß man, was man bekommt: Qualität“, ergänzte er: „Ich habe ihn immer geschätzt, er ist ein toller Mensch und Spieler.“ Deshalb hatte Kovac ihn in seiner Zeit beim FC Bayern auch nach München holen wollen. Der Wechsel sei aber an der damals noch höheren Ablöse und der für Volland vorgesehenen Rolle als Back-up für Robert Lewandowski gescheitert.

Arnold ebenfalls ein Thema für die EM?

Auch Trainer Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg hat sich für eine EM-Nominierung seines Mittelfeldspielers Maximilian Arnold ausgesprochen. „Meiner Meinung nach hätte er es sich absolut verdient, bei der Europameisterschaft dabei zu sein. Aber das ist die Entscheidung von Joachim Löw“, sagte Glasner nach dem Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld am Freitagabend (3:0). 

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Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner (li.) traut Maximilian Arnold die Teilnahme an der EM zu.

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Der 26-jährige Arnold stand bislang in einem Spiel für das DFB-Team auf dem Feld, im Mai 2014 wurde er von Bundestrainer Löw in einem Länderspiel gegen Polen (0:0) für 13 Minuten eingewechselt. „Wenn nicht jetzt, wann denn dann?“, hatte Arnold unter der Woche über eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft gesagt.

VfL-Trainer Glasner lobt Arnold in den höchsten Tönen

Der langjährige Wolfsburger befindet sich in guter Form, gemeinsam mit Xaver Schlager bildet er bei den Niedersachsen eine starke Doppel-Sechs. Bei der Arminia erzielte Arnold aus etwa 20 Metern mit einem sehenswerten Schuss das Tor zum 3:0-Endstand (54.). Zuvor hatte Renato Steffen (29./47.) doppelt für die seit nun neun Pflichtspielen ungeschlagenen Wölfe, die wettbewerbsübergreifend außerdem seit 666 Minuten keinen Gegentreffer kassierten, getroffen.

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Arnold sei „sehr präsent auf dem Platz“, lobte Glasner nach der Partie in Ostwestfalen. „Er ist sehr laufstark, baut das Spiel von hinten auf und gewinnt viele wichtige Zweikämpfe. Er kann Tore schießen und ist auch bei Standardsituationen unser erster Schütze. Er hat viele Aufgaben, die er konstant und absolut top erledigt“, ergänzte der VfL-Coach. Reicht das für Löw? Die nächsten Wochen könnten schon einen Hinweis geben. Ende März stehen für die Nationalmannschaft drei Länderspiele in der WM-Qualifikation an. (mp/sid/dpa)

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