Juan Antonio Samaranch Jr. glaubt an eine Teilnahme Italiens an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.
  • Juan Antonio Samaranch Jr. glaubt an eine Teilnahme Italiens an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.
  • Foto: imago images/Xinhua

Was ist denn da los?: Italien drohen extreme Sanktionen für die Olympischen Spiele

Im Bangen Italiens um seine Fahne und Hymne bei den Olympischen Spielen in Tokio hat der frühere Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch Jr., eine schnelle Problemlösung gefordert. „Italien in Tokio ohne Hymne und Fahne wäre ein Desaster“, sagte der bis 2020 als Vizepräsident im IOC tätige Spanier der Zeitung „Corriere della Sera“. Am 27. Januar will das IOC eine Entscheidung treffen.

Wegen einer Gesetzesänderung in Italien hatte das IOC die Unabhängigkeit des Nationalen Olympischen Komitees (Coni) als nicht mehr gewahrt angesehen und damit gedroht, die italienischen Athleten könnten ohne Hymne und Fahne zu den wegen Corona auf dieses Jahr verschobenen Sommerspielen nach Tokio reisen. Coni musste nach der Änderung Teile seiner Aufgaben an eine staatlich kontrollierte Firma auslagern, die „Sport e Salute“ (Sport und Gesundheit).

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Samaranch glaubt an schnelle Lösung

„Das IOC hat kein Recht sich in Regierungsangelegenheiten einzumischen. Aber behalten sie im Hinterkopf, dass die Unabhängigkeit der Olympischen Komitees heilig ist“, erklärte Samaranch Jr. in dem Interview. Zwar herrsche in der Regierung gerade eine Krise, aber die Zeit für Aufschübe sei vorbei. Am Mittwoch hatte sich die Kleinpartei Italia Viva im Streit um EU-Hilfsgelder aus der Koalition verabschiedet und die Regierung in eine Krise stürzen lassen. Die Lösung für das Olympia-Problem Italiens liege in der Verwaltung und sei auch unkompliziert. „Fünf Minuten und guter Wille reichen“, sagte der 61-Jährige. (mp/dpa)

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