Nach der Niederlage beim Schlusslicht sitzt die Enttäuschung bei den HSV-Spielern tief
  • Nach der Niederlage beim Schlusslicht sitzt die Enttäuschung bei den HSV-Spielern tief
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„Von einer Krise weit entfernt“: HSV gibt sich zumindest nach dem Desaster kämpferisch

Elf Spiele in Folge hatte der HSV in der Zweiten Liga nicht verloren. Beim Tabellenschlusslicht in Würzburg sollte die Serie weiter ausgebaut werden. Es folgte ein 2:3 (0:2). Ein Desaster rund eine Woche vor dem Stadtderby gegen St. Pauli. Was war das nur für ein Auftritt? 

Nach dem 0:0 gegen Greu­ther Fürth hatte Daniel Thioune in Würzburg seine erste Elf leicht umgebaut. Khaled Narey durfte für Bakery Jatta ran, auch Amadou Onana war von Beginn an dabei. Er spielte im defensiven Mittelfeld. Dafür rückte Moritz Heyer für den gesperrten Stephan Ambrosius in die Abwehr. 

Kittel trifft den Pfosten – dann kippt die Partie komplett

Die ersten zehn Minuten lief noch alles gut. Der HSV bestimmte das Spiel. Sonny Kittel (10.) traf per Freistoß den Pfosten. Doch danach kippte die Partie komplett. Aus einem eigentlich kontrollierten Spiel wurde ein Fehlerfestival. Fahrlässig und wackelig in der Defensive. Im Spiel nach vorne ohne Ideen, Tempo und Dynamik. 

2:3! HSV verliert vor dem Derby beim Tabellenletzten

Die Folge: Würzburg schlug dankend zu. Vor dem 0:1 durch Martin Hasek (19.) schossen sich Jan Gyamerah und Moritz Heyer gegenseitig ab, das 0:2 durch Douglas (30.) wurde praktisch komplett ohne Gegenwehr hingenommen. Nach der Pause und dem 0:3 durch Patrick Sontheimer (54.) zeigte der HSV zwar noch mal ein wenig Moral. Die Treffer von Jeremy Dudziak (72.) und Bobby Wood (89.) waren letztlich aber nicht mehr als ein wenig Ergebniskosmetik.  

Thioune nach HSV-Pleite: „Uns hat die Qualität gefehlt“

„Wir waren in vielen Bereichen zweiter Sieger. Ich glaube, Fußballspiele kann man mal verlieren, hinterfragen darf man immer die Art und Weise. Uns hat über weite Strecken die Qualität gefehlt“, sagte Thioune, der sich nach dem Spiel ziemlich angefressen zeigte, seine Mannschaft aber auch in Schutz nahm. „Das soll kein Schönreden sein, aber wir haben zuvor elf Spiele in Folge nicht verloren. Die Mannschaft hat mir auch viel Freude bereitet.“

HSV verliert in Würzburg: Nur zwei Punkte aus drei Spielen

Was bedeutet die Niederlage für den HSV? Und wie geht es nun weiter? Einerseits sind die Hamburger zwar immer noch Tabellenführer, aus den letzten drei Spielen wurden andererseits aber nur zwei Punkte geholt. Die Formkurve zeigt nach unten. Für Thioune kein Grund zur Sorge. „Die Ergebnisse sind nicht gut, aber von einer Krise sind wir sehr weit entfernt. Statistiken interessieren mich nicht“, sagte der 46-Jährige, der das Spiel in Würzburg erst mal nur als einen Ausrutscher sieht. 

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Mit Blick aufs Derby meinte er: „Jetzt war es mal ein Punch. Davon müssen wir uns erholen. Das Derby gehen wir an wie alle Spiele. Wir starten bei 0:0.“

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