Kevin Lankford, Christopher Avevor, Daniel Buballa und Lukas Daschner (v.l.) freuen sich über den späten Punkt beim 2:2.
  • Kevin Lankford, Christopher Avevor, Daniel Buballa und Lukas Daschner (v.l.) freuen sich über den späten Punkt beim 2:2.
  • Foto: WITTERS

Völlig verrücktes Finish: So wurde St. Pauli zum Punkt-Sieger in Bochum

Welch ein Comeback, was für ein Happy End zum Saisonstart! Ein lange redlich bemühter, aber unterlegener FC St. Pauli holte dank einer furiosen Schlussphase beim VfL Bochum noch ein 2:2 (0:1). Ein Punkt für die nach dem peinlichen Pokal-Aus von Elversberg so angeknockte Psyche und Moral.

Die Straßen rund ums Ruhrstadion waren in Blau und Weiß geschmückt, die Vorfreude auf den Liga-Start aber war nicht überall in Bochum angekommen: Von den 5000 genehmigten Tickets wurden nicht mal 3500 abgesetzt. Diejenigen, die gekommen waren, sorgten trotzdem für eine Zweitliga-ähnliche Atmosphäre, zumal ihre Mannschaft auch einiges anbot.

FC St. Pauli: Daniel-Kofi Kyereh rettet späten Punkt in Bochum

In einer von Beginn temporeichen, intensiv geführten Partie war St. Pauli merklich um Stabilität bemüht, hielt dagegen und den VfL weitestgehend weg vom Tor. Unstrittig aber stellten die Hausherren die spielerisch bessere, zielstrebigere, die schlicht bessere Mannschaft, die schließlich auch zu Chancen kam (Holtmann 15., Losilla 16., Leitsch 19.) und verdient in Führung ging: Ein wuchtiger Freistoß von Zulj flog aus dem Halbfeld an Freund und Feind vorbei in die Maschen (26.).

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Die Hamburger waren bemüht, nach vorne aber lange Zeit quasi überhaupt nicht existent. Bis auf einen harmlosen Schuss von Rechtsverteidiger Sebastian Ohlsson (21.) blieb VfL-Keeper Riemann beschäftigungslos und verdingte sich deshalb mit einigen ganz feinen Pässen als erster Aufbauspieler.

FC St. Pauli: Nach dem 0:2 schien die Nummer schon durch

Ähnlich ging es nach dem Wechsel weiter, auch wenn St. Pauli mit zunehmender Dauer mehr im Spiel ankam und durch Daniel-Kofi Kyereh nach feinem Pass des eingewechselten Finn Ole Becker den Ausgleich auf dem Fuß hatte (70.). Als Zoller aber das 2:0  markierte (76.), schien die Nummer schon durch.

Umso beeindruckender, wie der Kiezklub plötzlich und quasi aus dem Nichts zurückkam. Kyereh staubte zum Anschluss ab (84.), der VfL begann zu wackeln – und wurde erneut von Kyereh bestraft, der nach Pass von Lukas Daschner cool blieb und ausglich (86.). Fast hätte er gar noch den Siegtreffer markiert (90.), das wäre aber auch zu viel des Guten gewesen.

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