Die HSV-Spieler schleichen nach dem Abpfiff in Hannover wie geprügelte Hunde vom Platz.
  • Die HSV-Spieler schleichen nach dem Abpfiff in Hannover wie geprügelte Hunde vom Platz.
  • Foto: WITTERS

„Völlig überflüssig“: HSV trotz großer Hunt-Show in Hannover am Boden

Ei, ei, ei! Böse Oster-Überraschung für den HSV. Dieses Remis fühlt sich wie eine Niederlage an. In Hannover reichte dem Team von Trainer Daniel Thioune eine 3:0-Führung nicht, um am Ende mit drei Punkten nach Hause zu fahren. Nur 3:3 (2:0) im Nord-Duell. Das waren zwei verschenkte Punkte im Kampf um den Aufstieg. Thioune: „Das ist sehr unbefriedigend für uns.“

Bis auf Toni Leistner waren für das Spiel in Hannover alle HSV-Profis fit und einsatzbereit. Thioune entschied sich trotzdem für die exakt gleiche Aufstellung wie vor der Länderspielpause beim 2:0 gegen Heidenheim. Spieler wie Jeremy Dudziak oder Simon Terodde saßen nur auf der Bank.

Simon Terodde und Jeremy Dudziak saßen zu Beginn auf der Bank

Zweifel, ob diese Entscheidung richtig war, gab es zunächst nicht. Der HSV kontrollierte das Spiel und hatte mit Aaron Hunt einen Anführer in den Reihen, der auf dem besten Weg war, die Partie im Alleingang zu entscheiden.

Nach 14 Minuten traf der Ex-Kapitän mit rechts zum 1:0. Hannovers Torwart Michel Esser sah dabei alles andere als gut aus. Der nächste Streich von Hunt folgte 20 Minuten später. Diesmal zog er völlig frei mit links ab und versenkte den Ball unhaltbar zum 2:0 im Netz (34.). Und weil es so schön war, legte er gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder mit links das 3:0 (50.) nach. Die Vorlage zu allen drei Toren kam von Manuel Wintzheimer.

Aaron Hunt glänzt in Hannover mit einem Dreierpack

3:0 nach 50 Minuten. Klingt nach einer sicheren Nummer, war es dann aber nicht. Genki Haraguchi brachte die Hausherren mit 3:1 wieder in das Spiel, der HSV ließ auf der anderen Seite beste Chance durch Bobby Wood (57., 62.) ungenutzt. Auch die Einwechselung von Terodde (71.) brachte nicht das vierte Tor.

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Drei Treffer reichten am Ende nicht, weil der HSV hinten immer mehr Fehler machte und damit einen nicht wirklich gefährlichen Gegner stark machte. Amadou Onana leitete mit einem Fehlpass das 2:3 durch Marvin Ducksch ein (68.). Auch vor dem 3:3 durch Haraguchi (84.) sah Onana im Vorfeld nicht gut aus.

Trainer Daniel Thioune ärgert sich: „Verdammt viel falsch gemacht“

„Wenn man 3:0 führt und 3:3 spielt, dann hat man verdammt viel falsch gemacht. Es war völlig überflüssig. Dieses Unentschieden fühlt sich nicht gut an. Die Enttäuschung ist sehr groß“, ärgerte sich Thioune, der mit seinem Team zwar wieder auf Platz zwei der Tabelle steht, den direkten Aufstieg aber trotzdem nicht mehr in der eigenen Hand hat. Kiel (zurzeit vier Punkte hinter dem HSV) hat noch zwei Nachholspiele und könnte mit zwei Siegen an den Hamburgern vorbeiziehen.

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Gegen Darmstadt geht es am kommenden Freitag für den HSV im Volkspark weiter. „Es ist noch nicht viel verloren, aber das Heimspiel müssen wir jetzt gewinnen“, sagt Thioune. Der Druck ist mal wieder beim HSV. In diesem Fall mehr als unnötig. 

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