• DFL-Boss Christian Seifert spricht sich gegen eine solidarischere Verteilung der TV-Gelder aus.
  • Foto: Feil/M.I.S./Pool/Witters

Verteilung der TV-Gelder: DFL-Boss mit heftigem Dämpfer für St. Pauli & Co.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat sich gegen eine Umverteilung der TV-Einnahmen aus der Vermarktung der Fußball-Bundesliga ausgesprochen, um den Titelkampf wieder offener werden zu lassen. „Ich halte es für eine Illusion, dass eine vollständige Gleichverteilung der nationalen Medienerlöse der Schlüssel für einen spannenderen Titelkampf ist“, sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga im Interview mit dem Fachmagazin „Kicker“.

Die Hebel seien überschaubar, meinte der 51-Jährige weiter. Er verwies darauf, dass die nationalen Medienerlöse zu 54 Prozent gleich verteilt würden. „Das ist mehr als in allen anderen europäischen Ligen.“

Christian Seifert: Klubs wie Freiburg oder Frankfurt würden benachteiligt

Statt die Liga spannender zu machen, würde eine Gleichverteilung „Klubs wie Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg, die sich in den vergangenen Jahren durch sportliche Leistungen auch hinsichtlich der Ausschüttung der Medienerlöse nach oben gespielt haben, benachteiligen“, sagte Seifert. „Höhere Spannung an der Spitze wäre vorrangig über eine Stärkung der Klubs zu erreichen, die auf den Rängen 2, 3 und 4 stehen“, glaubt er.

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Nach der Vergabe der TV-Rechte im Juni begann eine Diskussion um eine Änderung des bisherigen Verteilungsmodus. Für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 in der Bundesliga und der 2. Bundesliga wurden insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro weniger als in dem aktuellen bis Juni 2021 laufenden TV-Vertrag erlöst. Für eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder hat sich auch der FC St. Pauli mit einem Positionspapier stark gemacht. (MP/DPA)

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