Die Wochen seit dem Re-Start verliefen sehr frustrierend für St. Pauli Stürmer Henk Veerman (r.): Nur zwei Startelfeinsätze und kein Tor!
  • Die Wochen seit dem Re-Start verliefen sehr frustrierend für St. Pauli Stürmer Henk Veerman (r.): Nur zwei Startelfeinsätze und kein Tor!
  • Foto: Wagner/Witters/Pool/Witters

Verlängerung oder Wechsel!: St. Paulis Top-Stürmer Henk Veerman am Scheideweg

Henk Veerman wirkte zuletzt trotz seiner ansehnlichen acht bisherigen Saisontore wie der Ritter von der traurigen Gestalt. Vor allem bei seinem Kurzeinsatz beim 0:2 in Bochum schein er völlig frustriert.

Vielleicht liegt es daran: Der 2,01 m große Niederländer wurde seit dem Neustart der 2. Liga in der Corona-Krise beim FC St. Pauli ziemlich kleingehalten.

Veerman: Nur zweimal von Beginn an seit dem Re-Start

Von fünf möglichen Spielen absolvierte er lediglich zwei von Beginn an (gegen Nürnberg und Heidenheim), dreimal (jeweils auswärts in Darmstadt, Karlsruhe und Bochum) wurde er erst in der Schlussphase eingewechselt.

Die MOPO erfuhr: Nach seinem starken Comeback nach elf Monaten Pause wegen seines Kreuzbandrisses hatte der 29-Jährige im Winter einige Angebote anderer Klubs, hätte im Januar wechseln können. Doch der Kiezklub lehnte ab.

Möller Daehli verhinderte Veerman-Wechsel im Winter

Verständlicherweise, zumal Mats Möller Daehli, Leistungsträger in der Hinrunde, gerade zum KRC Genk nach Belgien gewechselt war. Zudem erklärten die Braun-Weißen Veerman, dass man mit ihm oben in der 2. Liga mitspielen wolle.

Um dies zu untermauern, bot man dem Stürmer sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung an. Doch dazu kam es nicht. Möglicherweise sind die Gespräche durch die damals beginnende Corona-Krise verpufft.

Veerman: Verlängerung im Sommer oder Transfer!

Nun steht Veerman, der immer wieder betont, dass er sich mit seiner Familie in Hamburg und in der Mannschaft sehr wohl fühlt, trotz  Vertrages bis 2021 am Scheideweg. Die beiden Möglichkeiten: Entweder es klappt im Sommer mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung oder Veerman geht. Denn andernfalls könnte er ein Jahr später den Kiezklub ablösefrei verlassen.

Vor allem seine Auftritte bei den Duellen in der Rückrunde gegen die Großen der Liga haben vielen imponiert: Beim 3:0 gegen Bielefeld schoss er zwei Tore, gegen Stuttgart (1:1) und beim HSV (2:0) gelang ihm jeweils ein Treffer, in allen Partien drehte er mächtig auf.

Fakt ist: Veermans sportliche Zukunft ist nicht nur wegen des noch nicht sicheren Klassenerhalts komplett offen.

Veerman hat keine Lust mehr auf Abstiegskampf

Aus seinem Umfeld ist zu hören, dass er keine Lust hat, erneut gegen den Abstieg zu spielen. Und er ist in einem Alter, in dem man den letzten lukrativen Vertrag abschließt. Das wird richtig spannend.

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