• Fans von Lazio Rom vor dem letzten Derby gegen AS Rom im Januar
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Urenkel des Faschisten: Jubeln die Fans von Lazio Rom bald Mussolini zu?

Sein Urgroßvater war ein politischer Schwerverbrecher, seine Mutter propagierte den Faschismus im Europäischen Parlament: Der italienische Erstligist Lazio Rom setzt in seiner U19 auf einen Nachkommen des faschistischen Diktators Benito Mussolini.

Romano Floriani Mussolini, Sohn der früheren faschistischen EU-Parlamentarierin Alessandra Mussolini, einer Enkelin des „Duce“, stand in den beiden jüngsten Begegnungen der Jugend-Liga im Lazio-Kader. Eingesetzt wurde der Rechtsverteidiger gegen den AC Mailand (0:3) und bei Juventus Turin (0:2) aber nicht.

Lazio-Chef über Mussolini: „Sein Talent ist ans Licht gekommen“

„In den vergangenen beiden Jahren hat Romano hart gearbeitet und all sein Talent ist ans Licht gekommen. Jetzt erntet er die Früchte“, sagte Lazios Nachwuchschef Mauro Bianchessi.

Der junge Mussolini (18) wechselte zur Saison 2016/17 vom Stadtrivalen AS Rom zu den Adlern. Einem Bericht der Tageszeitung „Il Messaggero“ zufolge lautet einer seiner sechs Vornamen Benito. Wenig verwunderlich angesichts der Zusammenarbeit von Mutter Alessandra mit deutschen NPD-Funktionären.

Lazio Rom besitzt eine besondere Nähe zu Mussolini

Das lässt sich dem talentierten Kicker nicht vorwerfen – seine Mutter und seinen Namen sucht man sich nicht so einfach aus. Lazio Rom ist allerdings für eine besondere Nähe zum 1945 hingerichteten Diktator berüchtigt.

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2019 zogen rund 60 Lazio-Fans mit einem Banner durch Mailand, auf dem die Verbrechen von Benito Mussolini verherrlicht wurden. Die langjährige Ultra-Gruppierung „Irriducibili Lazio“ demonstrierte offen ihre faschistische Gesinnung, vor einem Jahr hat sie sich als „Ultras Lazio“ neuorganisiert.

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