Justus Hollatz (r.)
  • Justus Hollatz (r.) zog bereits das Interesse von NBA-Teams auf sich.
  • Foto: IMAGO / Langer

Ein Trio für die Towers: Die Hollatz-Brüder und der Traum von der NBA

Ob auf dem Spielfeld oder der Trainerbank: Die Brüder Justus, Jacob und Joshua Hollatz sind in unterschiedlicher Funktion für die Hamburg Towers tätig. Einer von ihnen könnte es sogar in die NBA schaffen.

Die Familie Hollatz ist bei den Hamburg Towers fest verankert. Das Brüder-Trio ist für den Basketball-Bundesligisten tätig. Der 20-jährige Justus steht für die Towers als Spielmacher auf dem Feld, wurde im Verein ausgebildet und ist mittlerweile deutscher Nationalspieler. Der drei Jahre ältere Jacob war bis zur vergangenen Saison Bundesliga-Spieler in Oldenburg, ist nun allerdings als Nachwuchstrainer bei den Towers aktiv. Und dann wäre da noch der 24-jährige Joshua. Der älteste der drei Hollatz-Brüder war selbst zwar nie Basketball-Profi, ist aber Co-Trainer der U19-Mannschaft. 

Zusammen bei den Hamburg Towers aktiv: Die Gebrüder Hollatz

Das Basketball-Interesse der Brüder wurde früh entfacht. „Unser Vater hat bereits Basketball gespielt“, berichtet Joshua. Die Freizeit der Brüder spielte sich vorwiegend im Garten ab, wo ein Aufstell-Basketballkorb stationiert war. „Wir haben auch zusammen die Basketballspiele aus der NBA geguckt, zum Beispiel als Dirk Nowitzki 2011 mit den Dallas Mavericks die Meisterschaft gewann. Das Interesse am Basketball war in unserer Familie immer groß“, erzählt Joshua.


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Die Werdegänge der Brüder verliefen unterschiedlich. Während Joshua früh erkannte, dass er nicht das Potenzial zum Profi hat, verließ Jacob mit 15 Jahren das Elternhaus in Hamburg und wechselte in die Nachwuchsabteilung der EWE Baskets Oldenburg. „Das war allerdings kein einfacher Schritt. Ich hatte damals Heimweh“, berichtet er. „Es gab damals die Towers in der heutigen Form noch nicht. In Oldenburg hatte ich gute Bedingungen, um mich weiterentwickeln zu können.“

Als Fußballer: Justus Hollatz stand vor Wechsel zum FC St. Pauli

Justus musste den Schritt in die Fremde nicht vollziehen, er konnte sich bei den im Jahr 2013 gegründeten Towers ausbilden lassen. Als talentierter Fußballspieler hätte er in die Nachwuchsabteilung des FC St. Pauli wechseln können. „Ich entschied mich aber für Basketball, weil mir das mehr Spaß gemacht hat und der Fahrtweg zum Training kürzer gewesen ist“, sagt Justus Hollatz rückblickend.

NBA-Interesse: Zieht es Justus Hollatz in die beste Liga der Welt?

Es war offenbar die richtige Entscheidung: Zum Abschluss der Saison 2018/19 sicherte er den Towers im Spiel gegen Nürnberg neun Sekunden vor Schluss mit einem Dreier die Zweitliga-Meisterschaft. Inzwischen zählt er auch in der Bundesliga zu den vielversprechendsten jungen Spielern. Sogar der Sprung in die beste Basketball-Liga der Welt ist möglich. „Es gab zwei Teams aus der NBA, die Interesse bekundet haben“, erzählt Justus. Noch hat er aber nicht entschieden, ob er sich im kommenden Jahr für den NBA Draft anmelden wird, so dass er von einem nordamerikanischen Team verpflichtet werden könnte.

Jacob und Joshua Hollatz als Trainer bei den Towers aktiv

Jacob hat sich von solchen Träumen nach zwei Jahren Bundesliga-Basketball verabschiedet. „Meine Motivation, das ganze Leben auf den Sport auszurichten, ist weggedriftet“, erzählt er. Durch sein Studium im Bereich Fitness- und Gesundheitsmanagement entstanden neue Interessen. „Eher zufällig ergab sich die Möglichkeit, dass ich bei den Towers als Athletiktrainer im Nachwuchsbereich einsteigen und nebenher für unseren Kooperationspartner Rist Wedel spielen kann.“ Genauso wie sein älterer Bruder Joshua sieht er seine Zukunft nun eher als Trainer.

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Umso mehr drücken sie ihrem jüngeren Bruder Justus die Daumen, wenn er in der Bundesliga weiter verlässlich punktet und sich vielleicht wirklich für die NBA empfehlen kann. „Das wäre cool“, sagt Joshua. „Ich glaube, dass er das schaffen kann.“ (kk/dpa)

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