• Vier Architekten des Towers-Erfolges: Trainer Pedro Calles, Geschäftsführer Marvin Willoughby, Justus Hollatz und Kapitän Bryce Taylor (v. l.).
  • Foto: WITTERS

Bundesliga-Playoffs: Die Hamburg Towers wollen Meister Alba Berlin ausschalten

Viel größer könnte die Bühne nicht sein, die die Hamburg Towers am Donnerstagabend (19 Uhr, Sport1 live) erstmalig betreten. Im Playoff-Viertelfinale der BBL müssen die Wilhelmsburger zu Spiel eins in die Hauptstadt, zu Meister Berlin. Alba – mehr geht im deutschen Basketball nicht. Wie man den Champion ärgert, wissen die Towers bestens. Jetzt planen die Türme den Meister-Sturz.

Im Best-of-five-Modus wird die Finalrunde ausgespielt, los geht es mit zwei Spielen in der Berliner Mercedes-Benz-Arena. Dort gelang den Towers im April mit dem 75:66-Auswärtssieg ein echter Coup, auch das Heimspiel gegen die Hauptstädter gewannen die Hamburger. Ob sich die Geschichte an der Spree wiederholt? Die Vorzeichen sind dieses Mal andere. Alba, das am Sonntag das Pokalfinale gegen Bayern (79:85) verlor, kommt mit mächtig Wut im Bauch.

Towers-Juwel Hollatz ist heiß auf die Playoffs gegen Alba Berlin

„Alba wird richtig heiß sein“, prognostizierte Towers-Nationalspieler Justus Hollatz, um im nächsten Atemzug zu ergänzen: „Aber wir wollen Siege holen – und so werden wir die Spiele auch angehen.“ Über seine persönliche Zukunft und den NBA-Draft im Sommer wollte der 20-Jährige nicht sprechen. Die Devise ist klar: Voller Fokus auf Berlin.

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Es sind schließlich nichts weniger als die größten Spiele der jungen Klubgeschichte. „Dass wir in den Playoffs spielen, das war vor zwei, drei Jahren noch ziemlich weit weg“, sagte Boss Marvin Willoughby. Der 43-Jährige, der noch eine Resthoffnung auf Fans in einem Heimspiel hat: „Der nächste Schritt für die Organisation ist es, ein Playoff-Spiel zu gewinnen.“

Towers-Trainer Calles planen Personalsorgen

Dass die Mannschaft als Hauptrunden-Siebter die Qualität dafür hat, ist unbestritten. Auch wenn Trainer Pedro Calles um drei wichtige Profis bangt. Maik Kotsar, Max DiLeo und Kameron Taylor sind allesamt angeschlagen. „Unsere medizinische Abteilung gibt alles“, sagte Calles zwar, mindestens auf Taylor wird er am Donnerstag aber fast sicher verzichten müssen.

Dennoch freut sich der Spanier auf die zwei Spiele in Berlin. „Wir wollen einfach unseren Basketball zeigen und selbstbewusst auftreten, ohne überheblich zu werden. Alba ist der amtierende Champion und der Favorit.“ Für Berlin geht es um viel. Nach dem Aus in der Euro League und der Pokalfinal-Pleite bleibt den Berlinern nur noch die BBL-Titelverteidigung. Die wollen die Towers zu verhindern wissen – mit dem Meister-Sturz. 

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