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  • Bei Kapitän Koke und den Verantwortlichen von Atlético Madrid herrscht große Bestürzung. Ein Nachwuchsspieler und eine Klub-Legende verstarben am Wochenende.
  • Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports

Top-Klub geschockt: Atlético trauert um Talent (†14) – Klub-Idol (†72) stirbt an Corona

Madrid –

Was für schlimme Nachrichten aus Spanien: Top-Klub Atlético Madrid musste an einem tragischen Wochenende gleich zwei Todesfälle verkünden. Am Samstag bestätigten die „Rojiblancos“ zunächst den überraschenden Tod des Atlético-Nachwuchsspielers Christian Minchola Sánchez. Der junge Stürmer wurde nur 14 Jahre alt.

Am Sonntag verkündeten die Madrilenen mit dem Tod von Klub-Legende José Luis Capón (†72) die nächste traurige Nachricht. Der Ex-Profi verstarb an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus, zuvor hatte er bereits an der Parkinson-Krankheit gelitten. Im gesamten Verein herrscht große Bestürzung und Trauer, die Fahnen am Vereinsgelände wehen zu Ehren der Verstorbenen auf Halbmast.

Atlético-Legende José Luis Capón verstirbt nach Corona-Infektion

Der gebürtige Madrilene Capón war ein echtes Atlético-Eigengewächs: Der Abwehrspieler lief von 1970 bis 1980 für die erste Mannschaft seines Jugendklubs auf, gewann mit den Spaniern unter anderem zwei Meistertitel (1973 und 1977), einmal den spanischen Pokal (1976) und den Weltpokal (1974). Am 15. Mai 1974 stand der elffache Nationalspieler Capón mit Atlético im Finale des Europapokals der Landesmeister. Nach einem 1:1 im Hinspiel gegen den FC Bayern München verloren die Madrilenen das Rückspiel mit 0:4.

„Die sportliche Familie trauert. Eine unserer großen Legenden ist verstorben: José Luis Capón. Du wirst für immer in unseren Herzen sein“, schrieb der Verein auf seinem offiziellen Twitter-Kanal. Der Defensiv-Spezialist war vor allem durch seinen markanten Schnurrbart und sein wehendes Haar bekannt, absolvierte im Atlético-Dress 269 Spiele.

Atlético Madrid trauert um Talent Christian Minchola

Zuvor hatte die Nachricht vom Tod des Jugendspieler Minchola den Verein erschüttert. „Wir sind schockiert über die traurige Nachricht vom Tod unseres Spielers und bedauern seinen Verlust zutiefst. Atlético Madrid und die gesamte sportliche Familie werden in diesen Momenten immensen Schmerzes bei Christians Familie und Freunden sein“, schrieb Klub-Präsident Enrique Cerezo (72) auf der Website der Madrilenen.

Auch Koke (28), der Kapitän der Profi-Mannschaft, war tief getroffen. „Das Leben ist sehr unfair. Ich bin stolz, dass du dieses Shirt angezogen hast. Ruhe in Frieden“, schrieb er auf Twitter.

Zu den genauen Umständen des Todes gab der Klub nichts bekannt. Offenbar besteht aber kein Zusammenhang mit der derzeit in Spanien besonders heftig wütenden Corona-Pandemie, heißt es in verschiedenen spanischen Medien.

Minchola spielte seit sieben Jahren in den Nachwuchsteams des Madrider Klubs. Der Verein kündigte an, die Flaggen am Vereinsgelände in den kommenden Tagen auf Halbmast zu setzen.

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Atlético-Hauptaktionär Miguel Ángel Gil (57) schrieb in einer Klubmitteilung: „Das Gefühl der Hilflosigkeit, das in solchen Situationen entsteht, ist schrecklich. In den vergangenen Tagen sind Menschen in meiner Nähe gestorben, einige an Coronaviren und andere an anderen Krankheiten, und das Gefühl, sich nicht von ihnen verabschieden zu können, wie sie es verdienen, sowie im Fall von Christian das Gefühl der großen Ungerechtigkeit, brechen mir das Herz.“ (kos)

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