• Toni Kroos stimmte letztendlich dem Gehaltsverzicht bei Real Madrid zu.
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Thema Gehaltsverzicht: So reagiert der kritisierte Kroos auf die Wut der Spanier

Madrid –

Die Profis des spanischen Rekordmeisters Real Madrid um den deutschen Nationalspieler Toni Kroos (30) verzichten aufgrund der Coronakrise auf mindestens zehn Prozent ihres Gehalts.

Laut Informationen der spanischen Sportzeitung „Marca” haben sich die Spieler der ersten Mannschaft nach Gesprächen mit dem Generaldirektor der Königlichen, Jose Angel Sanchez, dazu bereiterklärt.

Real Madrid: Spieler stimmen Gehaltskürzung zu

Die Spieler sollen in den Verhandlungen von Kapitän Sergio Ramos vertreten worden sein. Die Summe soll sich insgesamt auf knapp 50 Millionen Euro belaufen.

Sollte die Saison in La Liga, die aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden ist, nicht mehr fortgesetzt und beendet werden, würden die Spieler ihren Gehaltsverzicht auf 20 Prozent aufstocken.

Toni Kroos hatte sich zunächst gegen Verzicht ausgesprochen

Kroos hatte sich erst am Dienstag gegen einen Gehaltsverzicht ausgesprochen. „Was ich besser finde, ist, schon das volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen“, hatte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler am Dienstag im SWR-Podcast „Steil extra!“ gesagt: „Es gibt viele Stellen, wo es nötig ist.“

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Der Weltmeister von 2014 erklärte weiter: „Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist.“ Dennoch sei es für ihn aus Spielersicht „grundsätzlich natürlich eine Option, darüber nachzudenken“.

Spanier erbost: Kroos muss auf die Erde zurückkehren

Dafür zog Kroos den Ärger der Spanier auf sich. „Er muss auf die Erde zurückehren. Er hat eine Gefühlslosigkeit gezeigt, die mir wehtut“, sagte der spanische Journalist Tomás Roncero (Zeitung AS). Der Ex-Torwart und frühere Trainer Jorge D’Alessandro meinte, dass Kroos „sich nicht um das Unternehmen schert, das ihn bezahlt“ und bezeichnete es als „eine Ohrfeige“. D’Alessandro: „Dieser Mann lebt doch in einer Blase, in einer anderen Welt.“

Kroos reagiert via Twitter auf den Shitstorm gegen sich

Mit dem Shitstorm in Spanien konfrontiert, meldete Kroos sich via Twitter bei den Iberern und stellte das Ganze als Missverständnis dar. In dem Tweet heißt es: „Es ist möglich, dass es nicht richtig übersetzt wurde oder dass einige es nicht verstehen wollen. Sie kennen mich meiner Meinung nach gut: Wenn wir Arbeitern und Bereichen im Klub helfen können, ist es logisch, einen Teil unseres Gehalts aufzugeben. Das wurde heute verifiziert.“

Die großen Rivalen FC Barcelona und Atletico Madrid hatten bereits zuvor auf große Teile ihres Gehalts verzichtet. (sid)

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